Trinkwasserqualität schützen – auch im Gebäude

Die Gewährleistung einwandfreier Trinkwasserqualität ist ein zentrales Thema der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001). Ohne geeignete Sicherheitseinrichtungen ist der Anschluss von Nicht-Trinkwassersystemen an Trinkwasser-Installationen gemäß §17 Abs. 6 TrinkwV 2001 generell verboten. Der vorliegende Beitrag beschreibt die hygienischen Risiken beim Anschluss von Apparaten und Anlagen und welche aktuellen Standards für Sicherheitseinrichtungen einzuhalten sind.

Eine wesentliche Voraussetzung für den dauerhaft hygienisch einwandfreien Betrieb von Trinkwasser-Installationen ist der Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigung durch Vermischung mit anderen Stoffen oder Wässern. Ohne geeignete Sicherungseinrichtungen können nachteilige Rückwirkungen auf die Trinkwasserqualität und damit direkt oder indirekt auf die Verbraucher nicht ausgeschlossen werden. Wenn Apparate mit Betriebs- oder Hilfsstoffen betrieben und an Trinkwasserleitungen angeschlossen oder in sie eingebaut sind, besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass bei einem Schaden Stoffe aus diesen Apparaten in das Trinkwasser gegangen. Wenn das Wasser nach dem Verlassen des Apparates noch als Trinkwasser genutzt wird (z. B. Trinkwassererwärmer), können diese Stoffe zu einer direkten Beeinträchtigung oder Gefährdung des Verbrauchers führen. Aber auch, wenn das verunreinigte Wasser nicht als Trinkwasser genutzt wird, sind nachteilige Rückwirkungen auf den Verbraucher nicht ausgeschlossen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2014 (November 2014)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Arnd Bürschgens

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