Möglichkeiten der energieoptimierten Einstellung von Deponiegasanlagen

Mit zunehmendem Alter des Deponiekörpers entsteht vermehrt Schwachgas. Für Standorte mit energetischer Nutzung besteht die Notwendigkeit einen Mindestbrennwert des Deponiegases zu gewährleisten. Dadurch kommt es häufig zu einem drastischen Rückgang des erfassbaren Deponiegases mit der Konsequenz von zunehmenden Gasaustritten und unwirtschaftlichen Gasverwertungseinrichtungen.
In diesem Bericht werden Optimierungsmöglichkeiten bei der Einstellung und Ausstattung der Entgasungsanlage betrachtet.

Der Deponiekörper weist in der Regel eine sehr unterschiedliche Beschaffenheit auf. Teilweise sind ältere Abschnitte bereits abgedichtet, die Gaserfassung erfolgt zunehmend nur noch aus den jüngeren Abschnitten, eine Gut /Schlechtgastrennung wurde angedacht jedoch nicht realisiert. Die Gaserfassung aus den älteren Abschnitten wird nur noch mit kleinsten Gasmengen betrieben.

Anhand von mehreren Beispielen wird die erfolgreiche Aufteilung der Deponien in Schwachgasbereiche sowie in Gutgasbereiche demonstriert. Die entsprechenden Gasbrunnen werden nicht mehr einheitlich auf einen Zielwert des CH4 Gehalts eingestellt, sondern nach einer empirisch ermittelten maximalen Energieausbeute. Hierzu wurde als Leitwert der Einstellung nicht mehr nur der CH4 Gehalt sondern auch der CO2 Gehalt sowie das Verhältnis von CO2 zu CH4 verwendet.

Die Energieausbeute konnte somit optimiert werden und die vorhandene Gasverwertung weiter betrieben werden.

Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es noch Bereiche auf der Deponie gibt, die noch heizwertreiches Deponiegas mit einem CH4 Gehalt von über 50 % aufweisen.

Die weitere Entwicklung macht jedoch in absehbarer Zeit die Umrüstung der noch vorhandenen Deponiegasverwertungsanlagen für einen CH4 Gehalt unter 40 Vol.% notwendig. Im letzten Kapitel werden hierzu Beispiele einer erfolgreichen Umrüstung vorgestellt.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Zeitgemäße Deponietechnik 2014 (März 2014)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Martin Eisenlohr

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