Polymerfreie Konditionierung von Kalkschlämmen

Ausgelöst durch die Novelle der Düngemittelverordnung wurde im Wasserwerk Haseldorfer Marsch die Konditionierung vor der Schlammentwässerung auf ein stärkebasiertes Flockungshilfsmittel umgestellt.

Die Holsteiner Wasser GmbH bereitet im Wasserwerk Haseldorfer Marsch jährlich ca. 7 Mio. Kubikmeter Trinkwasser auf. Integraler Bestandteil dieser Aufbereitung ist eine Fällungs-Entcarbonisierung. Ein Teilstrom des Grundwassers wird dabei zunächst vorbelüftet. Anschließend wird in einem Reaktor mittels Kalkmilch der pH-Wert angehoben und die Carbonathärte und Eisen zur Ausfällung gebracht. Der entstehende eisenhaltige Kalkschlamm wird in einem Fließbettseparator abgetrennt. Die Wasserphase fließt zur weiteren Enteisenung und Entmanganung und wird dort wieder mit dem zweiten Teilstrom vereinigt. Die Schlammphase aus dem Fließbettseparator wird in zwei Eindickern gesammelt und eingedickt, bevor der Schlamm dann in einer Kammerfilterpresse entwässert wird. Als Konditioniermittel wurde bisher ein synthetisches Polymer verwendet, das in den Zulauf der Eindicker dosiert wurde und dort das Eindicken beschleunigte, die Trübe des Klarwassers verringerte und die Entwässerung in der Kammerfilterpresse verbesserte.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2014 (Mai 2014)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Lars Bardenhagen
Dr.-Ing. Eckhard Dammann

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