Die Bundeswasserstraßen als Energiespeicher – Potenzial und Herausforderungen

Für die Speicherung von Überschüssen aus fluktuierenden erneuerbaren Energien ist das Pumpspeicherwerk (PSW) momentan die einzige großtechnisch realisierbare Speichertechnologie. PSW sind technisch ausgereift und sind bei passenden Randbedingungen wirtschaftlich zu betreiben. Konventionelle PSW benötigen geeignete, in Deutschland aber begrenzt vorhandene geologische Rahmenbedingungen. Durch die Nutzung schon bestehender künstlicher Strukturen können neue Speicherkapazitäten erschlossen werden, wie hier am Beispiel der Bundeswasserstraßen gezeigt wird.

Durch den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien wird das deutsche Energieversorgungssystem vor neue Herausforderungen gestellt. Der hohe Anteil an fluktuierenden, nicht regelbaren Erzeugern, wie Windenergie und Photovoltaik, erschwert die Anpassung der erzeugten Energie an den Verbrauch. Die Ausbauziele für die erneuerbaren Erzeuger im Strombereich in Verbindung mit dem bis 2022 geplanten Atomausstieg werden diese Problematik weiter verschärfen.
Energiespeicher werden in einem Energieversorgungssystem auf Basis fluktuierender, nicht kontrollierbarer Erzeuger, wie Windenergie und Photovoltaik, für den zeitlichen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch benötigt. Die großtechnische Energiespeicherung wird hier eine Schlüsselrolle spielen. Dass Energiespeicher in Zukunft benötigt werden, wurde schon in vielen Studien untersucht und bestätigt [1], [2]. Die VDE-Studie „Energiespeicher für die Energiewende“ [1] geht z. B. von einem deutlichen Anstieg des Energiespeicherbedarfs sowohl im Bereich Kurzzeit- als auch im Bereich Langzeitspeicher ab dem Jahr 2020 aus.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 07-08/2013 (August 2013)
Seiten: 4
Preis: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Thomas Weiß
Dipl.-Ing. Florian Grumm
Prof. Dr.-Ing. habil. Detlef Schulz
M. Sc. Stephan Mattner

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