Wasser, überall Wasser – mit Innovationen aus Ontario, Kanada

In etwas mehr als zehn Jahren werden nach Angaben der Vereinten Nationen zwei Drittel
der Weltbevölkerung – rund 5,5 Milliarden Menschen – unter mittelschwerer bis schwerer Wasserknappheit leiden. Leider ist die Wasser- und Abwasserwirtschaft mit der Einführung neuer Technologien oft sehr zögerlich. Wasserversorgungsunternehmen tragen Verantwortung für die öffentliche Sicherheit, daher ist es natürlich sinnvoll, dass sie keine unvertretbaren Risiken eingehen. Neue Technologien gestatten aber einen intelligenteren Umgang mit vorhandenen Wasservorkommen, sodass sich die Lage nicht verschlechtern muss.

Mit mehr als 250 000 Süßwasserseen ist Ontario reich an Wasser (Bild 1). Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – setzt die kanadische Provinz einen Schwerpunkt auf dem Gebiet Wasser und schickt sich an, bis zum Jahr 2015 führend in der Wassertechnologie zu werden. Zum Erreichen dieses Ziels hat Ontario im Januar 2013 eine neue Strategie für seine Wasserwirtschaft ins Leben gerufen. Die Strategie richtet sich auf den Ausbau der Stärken und Kompetenzen in der Wasseraufbereitungstechnologie durch Fördern von Innovationen, Stärken des Exports und Schaffung von Wettbewerbsvorteilen in Ontario. In Zusammenarbeit mit Wasserunternehmen, Kommunen, der Forschung und der Industrie zielt die Strategie darauf ab, effiziente und kostengünstige Lösungen für den Gewässerschutz zu entwickeln, ausländische Investitionen in die Provinz zu holen und einheimische Unternehmen beim Export von Wassertechnologien zu fördern. Weiterhin sollen Wettbewerbsvorteile durch Förderung von Infrastrukturpartnerschaften und innovative Finanzierungsmodelle zum Ausbau der Zusammenarbeit in diesem Sektor sowie zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit geschaffen werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 07-08/2013 (August 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Terrie Romano

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