Nanotechnologie und die Trinkwasserversorgung

Die Nanotechnologie gilt als bedeutende Zukunftstechnologie – die Produktionsmengen an synthetischen Nanopartikeln steigen stetig an. Im Rahmen einer Literaturstudie wurden Risiken und Chancen für die Trinkwasserversorgung identifiziert.

Nanopartikel werden im Allgemeinen als Partikel definiert, die in mindestens zwei Raumausrichtungen Ausdehnungen zwischen 1 und 100 nm aufweisen. Durch ihre geringe Größe weisen sie im Vergleich zu größeren Partikeln eine sehr große, volumenbezogene Oberfläche auf, woraus charakteristische Eigenschaften resultieren. Aus diesem Grund finden synthetische Nanopartikel verstärkt Anwendung in einer Vielzahl von Produkten und Technologien. Neben diesen künstlich hergestellten Nanopartikeln (ENP – engineered nanoparticles) existieren natürliche Nanopartikel, die einen Teil der natürlichen kolloidalen Wasserinhaltsstoffe darstellen, die im Rahmen von natürlichen Verwitterungs-, Verbrennungs-, Wachstumsoder Fällungsprozessen entstehen. Kolloide sind ubiquitär in Gewässern vorhanden.
Künstlich hergestellte Nanopartikel können beispielsweise nach ihrer chemischen Zusammensetzung eingruppiert werden. Häufige Vertreter sind Metalle und Metalloxide, Kohlenstoffbasierte Nanopartikel, Aluminiumsilikate und Dendrimere. Die Eigenschaften von Nanopartikeln werden neben deren Größe und chemischen Zusammensetzung insbesondere von deren Oberflächenstruktur bestimmt. Durch die gezielte chemische Funktionalisierung der Partikeloberfläche können im Rahmen des Herstellungsprozesses besondere Eigenschaften realisiert werden, wobei die Möglichkeiten der Funktionalisierung sehr vielseitig sind.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2013 (Mai 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Marcel Riegel
Dipl.-Ing. Martin Tröster
Dr.-Ing. Günther Baldauf

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