Wasserstoff – mehr als nur eine mobile Anwendung

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Mit dem Energiekonzept formuliert die Bundesregierung Leitlinien für eine solche Energieversorgung und beschreibt erstmalig den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien. Es geht um die Entwicklung und Umsetzung einer langfristigen, bis 2050 reichenden Gesamtstrategie.

Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien wird der Ausbau der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung und deren vorrangige Integration in das Elektrizitätsversorgungssystem für den Zeitraum bis 2050 beschrieben. Erneuerbare Energie wie Fotovoltaik oder Wind leistet bereits heute einen deutlichen Beitrag zur Stromerzeugung in Deutschland. Aktuell werden ca. 25 Prozent der deutschen Stromproduktion von diesen Energieerzeugern bereitgestellt. Ihr Anteil an der Stromerzeugung im Jahr 2020 wird auf ca. 40 Prozent geschätzt. Fotovoltaik und Windenergie unterliegen bei der Stromerzeugung den Gesetzen der Natur. Abhängig von Wind und Sonne schwankt ihre Energiebereitstellung. Diese fluktuierende Einspeisung muss ausgeglichen werden, da Stromangebot und Nachfrage aufeinander abgestimmt sein müssen. Neben der Volatilität der Bereitstellung liegen Ort der Erzeugung und des Verbrauchs vielfach räumlich getrennt. Im Norden anfallender Windstrom muss zu den Verbrauchszentren im Westen und Süden der Republik transportiert werden. An windstarken und verbrauchsschwachen Tagen kann dies zu Netzengpässen durch Überlastung führen. Energiespeicher schaffen hier Abhilfe. Zum einen kann überschüssige Energie gespeichert und zu Bedarfszeiten wieder bereitgestellt werden. Zum anderen wirken sie netzstabilisierend und -entlastend.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2013 (März 2013)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Bernd Pitschak

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