UV-Licht zerstört Mikroorganismen: Wasseraufbereitung ohne Chemie

Der Bedarf an sauberem Wasser wächst weltweit. Das meiste Wasser – etwa 70 Prozent des weltweiten Verbrauchs – wird für die Nahrungsproduktion, -verarbeitung und -verpackung verwendet. Im Jahr 2012 müssen 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten ernährt werden. Die Nachfrage nach sauberem Wasser steigt und wird gleichzeitig durch Übernutzung und Verschmutzung durch Mensch und Industrie immer knapper. Mit der UV-Technologie von Heraeus Noblelight wird gebrauchtes Wasser aufbereitet und wiederverwendbar.

Foto: Heraeus Noblelight(30.04.12) Weder Geschmack, Geruch noch pH-Wert des Wassers werden durch die Technologie beeinträchtigt. Spezielle UV-Lampen zerstören dabei Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze, ohne die Zugabe von Chemikalien wie Chlor oder Ozon. Darüber hinaus sind die Lampen in der Lage, gesundheitsschädliche Chemikalien abzubauen. Für eine Vielzahl an Anwendungen, wie die Trinkwasseraufbereitung, Prozesswasser in der Getränke- und Lebensmittelproduktion, Fischzucht sowie in Bewässerungssystemen der Landwirtschaft, ist es zusätzlich notwendig, Rückstände von Medikamenten, Hormonen, Pestiziden und Unkrautbekämpfungsmittel abzubauen. Bei dem Verfahren ‚Advanced Oxidation’ (AOP)’ wird zusätzlich die UV-Strahlung im Bereich unter 250 Nanometer genutzt. Durch dieses noch energiereichere Licht werden biologisch schwer oder nicht abbaubare Stoffe im Wasser zersetzt, chemische Verbindungen aufgebrochen und unwirksam gemacht. Dieser Prozess wird zum Beispiel gegen den ‚Chlorgeruch’, so genannte Chloramine, in öffentlichen Schwimmbädern eingesetzt. Chloramine bilden sich im Wasser durch die Reaktion von Chlor, Harnstoff, Kreatinin und Aminosäuren. Mit Hilfe von kurzwelligem UV-Licht können diese Verbindungen abgebaut werden.


Unternehmen, Behörden + Verbände: Heraeus Noblelight GmbH
Foto: Heraeus Noblelight



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: April/Mai 2012 (April 2012)
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