Beim Einsatz mobiler Elemente zum Hochwasserschutz sind neben der Standsicherheit vor allem Fragen der Logistik und Einsatzplanung zu berücksichtigen. Örtliche Bedingungen können bei der Beurteilung der Machbarkeit eines mobilen bzw. teilweise mobilen Hochwasserschutzes Ausschlusskriterien sein. Entscheidungshilfen wurden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt zusammengestellt.
Fur den Hochwasserschutz mit mobilen Elementen wird inzwischen eine Vielzahl von Systemen entwickelt und eingesetzt. Grob unterschieden werden kann hier zwischen selbstandig und nicht selbstandig gestellten Systemen (Bild 1). Dabei konnen nicht selbstandig gestellte Stauwandsysteme sowie ortsfeste bewegliche Verschlusselemente wegen der mittlerweile vorliegenden Erfahrungen im praktischen Einsatz als Standardsysteme bezeichnet werden. Im planmasigen Hochwasserschutz wurden in Bayern bislang ausschlieslich derartige Standardsysteme eingesetzt. Das erste linienformige mobile Dammbalkensystem wurde 1988 in Wurzburg am Main errichtet. Die Konstruktionselemente dieser Systeme sind ausgereift und haben sich in der Praxis bewahrt [1]. Sondersysteme sind wenig bis gar nicht erprobt und mussen sich im Einsatz erst bewahren. Die Sondersysteme sollten nur nach einem erfolgreichen Funktionsnachweis am 1:1-Modell, aufgebaut unter Bedingungen, die vergleichbar mit denen des Einsatzortes sind, zur Anwendung gelangen [1].
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| Quelle: | Wasser und Abfall 03/2011 (März 2011) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Birgit Lohmeyer | |
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