Ergebnispotenzial durch Betrieb bestehender Erdgas-BHKW mit Biomethan

Bestehende Erdgas-BHKW bieten oft ungenutztes Ergebnispotenzial. Die Umstellung auf Biomethan kann dabei eine Maßnahme zur Ergebnisoptimierung sein.

Der politisch forcierte Ausbau von einspeisefähigen Biogasanlagen wurde durch die Novellierung der Gasnetzzugangsverordnung und des Erneuerbare-Energie-Gesetzes 2009 in den letzten zwei Jahren vorangetrieben. Derzeit ist ein starker Zubau dieser Anlagen zu verzeichnen. Dagegen verbleibt die Nachfrage auf einem niedrigen Niveau, sodass ein Angebotsüberhang besteht. Vor allem der niedrige Gaspreis hemmt eine Umstellung von bestehenden Erdgas- BHKW auf Biomethan. Nichtsdestotrotz rechnet sich eine Umstellung der BHKW auf Biomethan in vielen Fällen nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Bei einer Steigerung der Preise für leichtes Heizöl nimmt die Preisdifferenz zwischen Erdgas- und Biomethanpreisen tendenziell ab und die wirtschaftlichen Vorteile einer Umstellung zu.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF Gas Erdgas 03/2011 (Februar 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dr. Volker Breisig
Henry Otto
André Schnelte
Stephan Tillner

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Das Bio-Erdgas-Projekt Hardegsen: Biogasauf bereitung und -einspeisung
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2011)
In Hardegsen im Landkreis Northeim betreibt die E.ON Mitte Wärme GmbH mit Sitz in Kassel eine Bio-Erdgasanlage. Seit Februar 2009 werden mehrere Blockheizkraftwerke (BHKW) und damit mehrere Contracting-Kunden mit regenerativer Wärme und EEG-Strom versorgt, die aus dem Hardegser Bio-Erdgas gewonnen werden.

Biomethan als flexibler Energieträger – Energetische Effizienz und Wirtschaftlichkeit
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (9/2010)
Die zunehmende Anzahl von Biogasprojekten (Stand Mai 2010: mehr als 33 in Deutschland) mit Einspeisung zeigt, dass wesentliche Hürden beseitigt wurden, solche Projekte bei guter Vorbereitung und Planung rentabel sein können und die nötigen Technologien zur Verfügung stehen. Die hohen Kosten für die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz sowie die Komplexität solcher Projekte machen aber deutlich, dass dieser Nutzungspfad nicht automatisch die effizienteste Form der Biogasnutzung darstellen kann. Die Direktverstromung von Biogas wird weiterhin attraktiv bleiben.

Innovatives CO2-Abscheideverfahren zur Biogasaufbereitung mit Hilfe von Polymerharzen
© Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock (6/2016)
Für den vorliegenden Beitrag wurden Versuche zur CO2-Abtrennung aus Biogas an einer kontinuierlichen Anlage durchgeführt. Dabei kam ein neues Polymerharz B zum Einsatz, welches mit dem bereits untersuchten Harz A verglichen wurde.

Nährstoffrückgewinnung aus Gärresten im Rahmen des GoBi-Vorhabens
© Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden (9/2015)
Die Anzahl der Biogasanlagen in Deutschland stieg zwischen 2000 und 2013 von 1050 auf 7850 an (Statista 2015). Damit einher geht eine immer größer werdende Menge an entstehenden Gärresten, welche verwertbare Anteile an Phosphor und Stickstoff enthalten. Die bisherige Verwertung dieser nährstoffreichen Gärreste erfolgt durch Ausbringung auf landwirtschaftliche Nutzflächen als Wirtschaftsdünger.

Materialentwicklung und verfahrenstechnische Erprobung eines neuartigen energie- und rohstoffeffizienten Entschwefelungssystems für Biogas auf Basis metallischer Schäume
© Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden (9/2015)
Im Rahmen des Projektes konnte die prinzipielle Machbarkeit der einzelnen Verfahrensschritte (der Entschwefelung, der In-Situ Adsorberreaktivierung sowie der thermischen Ex-Situ Adsorberregeneration inkl. Schwefelgewinnung) nachgewiesen werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?