EKOCity - Ein Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation von Städten und Kreisen

Die Abfallwirtschaft in Deutschland entwickelt sich, letztlich auch vor dem Hintergrund der europäischen Vorgaben, immer stärker zu einer die Ressourcen schonenden Kreislaufwirtschaft. Wiederverwendung und stoffliches Recycling werden entsprechend der künftig geltenden fünfstufigen Abfallhierarchie noch mehr im Fokus abfallwirtschaftlichen Handelns stehen.

Dennoch darf man nicht verkennen, dass gerade die gemischten Siedlungsabfälle erhebliche Schadstoffpotentiale enthalten und geordnet entsorgt gehören. Die hierfür in den vergangenen Jahrzehnten mit erheblichen Investitionen geschaffenen Beseitigungskapazitäten sind sicherlich zurückzubauen. Es muss aber gewährleistet bleiben, dass solch hochwertige und sichere Anlagen in ausreichender Zahl und Größe flächendeckend zur Verfügung stehen, zumal das Ziel abfallfreier Haushalte und Betriebe aus Sicht des Autors nicht erreichbar ist. Somit stellt sich heute wie früher die Frage, wem der Zugriff auf die Abfallmengen zusteht. Bei den immanenten Problemen, die der Dualismus in unserer Abfallwirtschaft mit sich bringt, ist der Gesetzgeber aufgefordert, hier eindeutige und klare Regelungen zu schaffen. Unter dem Postulat freier Marktwirtschaft sehen die privaten Entsorger Abfall als klassische Handelsware und möchten die Entsorgung liberalisiert und dem Wettbewerb unterzogen wissen.



Copyright: © ANS e.V. HAWK
Quelle: 71. Symposium 2010 (Januar 2011)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Bernd Westemeyer

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