Untersuchungen zur Effektivität verschiedener Filterschüttungen bei der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Langenau

Im Wasserwerk Langenau der Landeswasserversorgung wurde der für die Donauwasseraufbereitung zentrale Prozessschritt der Schnellfiltration mittels Versuchsanlage überprüft. Im Versuchsprogramm wurde unter anderem die Filterschüttung variiert. Untersucht wurden neben dem derzeitigen Zweischichtaufbau prinzipgleiche Varianten sowie Ein- und Dreischichtalternativen. Dabei wurde erkannt, dass die bestehende Zweischichtfi ltration mit Hydroanthrazit und Quarzsand bereits eine ausgezeichnete Filtratqualität (Partikelabtrennung > 2 log-Stufen) bei optimaler Flockungsmittelzugabe gewährleistet. Durch eine Zweischichtschüttung mit variierten Schichthöhen oder – noch eindrucksvoller – durch eine Dreischichtvariante wären aber längere Filterlaufzeiten bei gleicher Aufbereitungssicherheit möglich.

Im Wasserwerk Langenau des Zweckverbands Landeswasserversorgung wird Donauwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Das Rohwasser wird dabei direkt aus der fließenden Welle entnommen, passiert einen Grob- sowie einen Feinrechen (Maschenweite 40 bzw. 4 mm) und durchläuft dann die Aufbereitungsschritte Flockungssedimentation, Oxidation und Desinfektion (Ozonung), Schnellfiltration sowie Filtration über Aktivkohle (Bild 1). Die Aufbereitungskapazität der Anlage beträgt 2000 L/s. Im ersten Verfahrensschritt in einer Kompaktflockungsanlage mit Parallelplattenabscheider bzw. in einem Accelator werden unter Eisen(III)-Primärdosierung und Flockungshilfsmittelzugabe ein Großteil der natürlichen Trübstoffe sowie etwa 40 bis 60 % an gelösten organischen Wasserinhaltsstoffen entfernt.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 01/2011 (Januar 2011)
Seiten: 9
Preis: € 9,00
Autor: Dr.-Ing. Rudi Winzenbacher

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