Herstellung einer mineralischen Deponiedichtung in der Schweiz aus Gesteinsschlämmen des Gotthard-Basistunnels

Im Jahre 1999 war Baubeginn für den mit 57 km längsten Tunnel der Welt, der voraussichtlich Ende 2017 in Betrieb genommen werden soll. Am 1. September 2009 waren von den insgesamt ca. 150 km Tunnel, Schächten und Stollen des Gotthard-Basistunnels knapp 140 km oder etwa 90 % ausgebrochen.

1. Der Gotthard-Basistunnel
2. Vom Abfall zum Baustoff
3. Fazit



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: Abschluss und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2009 (Juli 2009)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dr. Helmuth Hradetzky

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Eine der wesentlichen Maßnahmen in der Stilllegungsphase einer Deponie ist die Herstellung der Oberflächenabdichtung. Die Deponieverordnung (DepV) [2] schreibt ebenso wie die Allgemeinen Verwal-tungsvorschriften TA Abfall [6] und TA Siedlungsabfall (TASi) [7] für die Oberfläche von Deponien je nach Deponieklasse unterschiedliche Regelabdichtungssysteme vor. Gleichzeitig lässt der Anhang 1 DepV gleichwertige Systemkomponenten und gleichwertige Kombinationen von Systemkomponenten zu. Weitere Möglichkeiten für Ausnahmen und Abweichungen in diesem Zusammenhang bieten unter den dort genannten Voraussetzungen die §§ 12 Absatz 6 und 14 Absatz 6 DepV. Es besteht daher auch unter den stringenten Vorgaben der bestehenden Verordnung Gestaltungsspielraum für alternative Abdichtungen.

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Leichtweiß-Institut
Physikalische und biologische
Aufbereitungs- und Behandlungs-
technologien, TU Braunschweig