Das Multi-Barrieren-Prinzip: Basis für eine sichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung

Trinkwasser muss hygienisch einwandfrei sein. Dieser Leitsatz der deutschen Wasserversorgungswirtschaft wird in der Praxis mit dem so genannten „Multi-Barrieren-Prinzip“ realisiert. Einem Ansatz, der im Kontext mit dem DVGW-Hinweis W 1001 „Sicherheit in der Trinkwasserversorgung – Risikomanagement im Normalbetrieb“ sicherstellt, dass dem Verbraucher jederzeit hygienisch einwandfreies Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Im DVGW-Hinweis W 1001 „Sicherheit in der Trinkwasserversorgung – Risikomanagement im Normalbetrieb“ (August 2008) sind mit Blick auf die Gewährleistung der Versorgungssicherheit folgende Ziele definiert:
• gesundheitsbezogene Ziele, d. h. die Anforderungen der Trinkwasserverordnung, DIN 2000 und DVGW W 1000 (A) zu erfüllen;
• versorgungstechnische Ziele, d. h. nach DIN 2000 und DVGW W 1000 (A) in ausreichender Menge und genügendem Druck Trinkwasser an jeder Übergabestelle zur Verfügung zu stellen;
• ästhetische Ziele, d. h. Trinkwasser bereitzustellen, das nach DIN 2000 appetitlich ist, zum Genuss anregt, farblos, klar, kühl sowie geruchlich und geschmacklich einwandfrei ist. In diesem Kontext spielt das Multi-Barrieren-Prinzip dahingehend eine wichtige Rolle, dass mit der Realisierung seiner drei Barrieren eine sichere Versorgung mit Trinkwasser gewährleistet wird.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2010 (November 2010)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Claudia Castell-Exner
Dipl.-Ing. Volker Meyer

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