Das Erdgasnetz als Systemintegrator zur Verstetigung von Wind- und Solarstrom

Durch die Umwandlung von Ökostrom in erneuerbares Erdgas/Methan kann Überschussstrom aus Windkraft und Photovoltaik gespeichert und vielfältig in der vorhandenen Infrastruktur genutzt werden. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Vollversorgung aus erneuerbaren Energien (EE). Strom aus Wind und Sonne wird planbar und regelbar, Stromproduktion und Stromverbrauch werden zeitlich und räumlich entkoppelt über das Erdgasnetz, welches als existierendes Flexibilisierungselement oder Systemplattform für speicherbare erneuerbare Energie in Form von Methan eine neue Integrationsaufgabe zugwiesen bekommt.

Das Erdgasnetz dient für das stark unter volatilen, unplanbaren Stromeinspeisungen aus Wind- und PV-Strom herausgeforderte Stromnetz als Verstetigungselement. Das Erdgasnetz mit weiträumiger Leitungs- und Speicherinfrastruktur ist von allen Speichersystemen am aussichtsreichsten dafür gewappnet. Es ist für hohe Leistungen, hohe Kapazitäten und lange Speicherdauern sehr flexibel und kostenoptimiert schon heute ohne Restriktionen auf der Basis erneuerbaren Methans nutzbar. Weltweit wird zunehmend Strom aus Wind und Sonne gewonnen. In diesem Jahr steigt der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strommarkt auf gut 20 Prozent, 2020 werden es vermutlich bereits 45 bis 50 Prozent sein. In Deutschland war 2009 eine früher schwer vorstellbare Leistung von ca. 10 Gigawatt (GW) allein aus Photovoltaik installiert – mit all ihren Problemen in den Spannungsebenen des Stromnetzes



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 09 - 2010 (September 2010)
Seiten: 7
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Stephan Rieke

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