Stream map – wie es mit der Wasserkraft in Europa weitergehen soll

Im Rahmen des Projektes „Stream Map“ wird ein mögliches Konzept für die zukünftige Entwicklung des Kleinwasserkraftsektors unter Berücksichtigung der 20-%-Ziele, wie sie im Energie- und Klimapaket der EU festgeschrieben sind, erstellt. Aufbauend auf den jeweils länderspezifisch vorhandenen Informationen werden Empfehlungen sowie nationale Aktionspläne erarbeitet, die die zukünftige Entwicklung dieses Sektors darstellen.

Von wenigen Staaten abgesehen, ist die Wasserkraft für einen nennenswerten bis bedeutenden Anteil der Stromerzeugung verantwortlich. Einen Anteil, der langlebig, verlässlich und wirtschaftlich lebensfähig ist. Die überragende und einzigartige Eigenschaft der Wasserkraft – ihre Speicherbarkeit – verschaffte insbesondere der großen Wasserkraft einen beachtlichen Impuls: Der europaweit boomende Ausbau der Windkraft und deren vergleichsweise unstete Erzeugungscharakteristik verlangt nach Speicherausgleich. Unverändert bedeutsam bleibt die Laufwasserkraft jeder Dimension, die nach über hundertjähriger Geschichte selbstverständlich in unserer Gesellschaft wurde. Gewohnheit lässt Qualitäten vergessen und Bemühen darum scheint entbehrlich. Das wäre eine sehr gefährliche Entwicklung. Die Nutzung der Wasserkraft ist eine Generationen überschreitende Verpflichtung. Ein Bruch dieser Tradition hätte prekäre Folgen. Obwohl vermeintlich altmodisch ist die Wasserkraft moderner und notwendiger als je zuvor.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 09 / 2010 (September 2010)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Pelikan

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