Mobile Pilotanlage zur Abtrennung von CO2 aus Kraftwerksabgasen

Die Verstromung von fossilen Brennstoffen leistet einen wichtigen Beitrag zur Deckung des weltweiten Energiebedarfs. Der Energiemix der Bundesrepublik Deutschland besteht zu über 50 Prozent aus fossilen Brennstoffen. In Europa (EU-25) werden etwa 31 Prozent der erzeugten Energie aus Kohle bereitgestellt.

 Das hat gute Gründe: Steinkohle wird auf dem Weltmarkt von vielen Anbietern preiswert angeboten, Braunkohle ist europaweit verfügbar und damit ein sicherer Energieträger, die Technologie ist ausgereift und garantiert hohe Wirkungsgrade. Für die Zukunft wird jedoch, neben der Erhöhung des Wirkungsgrades der Kraftwerke, auch die weitere Verringerung der Schadstoffemissionen die oberste Prämisse beim Bau von Anlagen sein. Doch auch schon heute unterliegen die zur Verstromung der Kohle eingesetzten Kraftwerke strengen Auflagen zur Emission der Verbrennungsprodukte. Neben Schadstoffen wie Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxiden (NOx) rückt auch Kohlendioxid (CO2) immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit. CO2 ist eines von mehreren Treibhausgasen, die Wärmestrahlung absorbieren und kurzwellige Strahlen passieren lassen. Treibhausgase sollen die mittlere Temperatur der Erde erhöhen, was wiederum Auswirkungen auf das globale Klima hat. Der vom Menschen verursachte CO2‑Ausstos stellt den größten Teil der Treibhausgase dar. Im Kyoto-Protokoll von 1997 haben sich die Industriestaaten verpflichtet, die Treibhausgasemissionen zwischen 2008 und 2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren, wobei Deutschland eine Reduzierung von 21 Prozent als Zielvorgabe hat.



Copyright: © TU Dresden, Institut für Energietechnik
Quelle: Sichere und nachaltige Energieversorgung 2009 (Oktober 2009)
Seiten: 10
Preis: € 10,00
Autor: Dipl.-Ing. Vanessa Kubacz
Dr.-Ing. Arthur Heberle
Dipl.-Ing. Andre Toussaint

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