Aktueller Stand der Abfallwirtschaftsplanung in Polen

Die polnische kommunale Abfallwirtschaft nähert sich mit immer schnelleren Schritten einer ganzen Reihe von Fristen, die über die Erfüllung der von Polen im Beitrittsprozess eingegangenen Verpflichtungen und der Erfordernisse des EU-Rechts entscheiden. Zu den wichtigsten gehören die Reduzierung der Menge der biologisch abbaubaren Abfälle sowie die Schließung von Deponien, die den Rechtsanforderungen nicht gerecht werden.

Gleichzeitig dominiert in Polen die auf Deponierung basierende Abfallwirtschaft. Die Folge ist, dass Polen im Hinblick auf die angewandten Abfallbehandlungsverfahren einen der letzten Plätze unter den Mitgliedstaaten der EU-27 einnimmt. Andererseits werden in Polen die notwendigen Anpassungen der Rechtsvorschriften im Bereich der Abfallwirtschaft vorgenommen, darunter solche, die aus der Pflicht zur Umsetzung der neuen Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG resultieren. Es wird auch ein weiterer Versuch unternommen, das System der Entsorgungsgebühren zu reformieren. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen werden Maßnahmen ergriffen, die schon in naher Zukunft die bisherige, auf Deponierung basierende Abfallwirtschaft weitgehend verändern können – und zwar die Umsetzung der Projekte zum Bau von zwölf Abfallverbrennungsanlagen für kommunale Abfälle. Das wichtigste Ziel des vorliegenden Beitrags ist die Darstellung der Voraussetzungen und des aktuellen Stands der Realisierung dieser Pläne.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Waste Management, Volume 1 (März 2010)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Prof. Ph. D., Eur. Ing. (Dr.-Ing. habil.) Tadeusz Pajak

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