Unterschätztes Risiko: Kampfmittel verlieren auch nach Jahren nicht ihre Gefährlichkeit

Altmetalle der besonderen Art lagern tausendfach im Erdreich. 90.000 Tonnen unentschärfter Bomben sollen es in Deutschland sein. Bauherren gehen dabei erhebliche Risiken ein: Sie begnügen sich oft, den Bauaushub zu überwachen und verzichten auf eine Kampfmittel-Sondierung.

Foto: Pressebüro Gebhardt-Seele(05.09.2010) „Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging man davon aus, dass bis Ende 1945 alle Bombenblindgänger entdeckt und entsorgt werden würden. Dann wurde die Frist um ein Jahr verlängert, dann wieder und so fort“, sagt Herbert Tauber – einer, der bei dem Thema ganz in seinem Metier ist: Er führt die K.A. Tauber Spezialbau GmbH, die seit 45 Jahren in der Kampfmittelbeseitigung tätig ist. „Heute, 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg können wir nur sagen: Wir sind noch lange nicht so weit“. Insgesamt warfen die Streitkräfte der USA und Großbritanniens nahezu 1,4 Mio. Tonnen Bomben über Deutschland ab. Vermutlich sind davon zehn bis 15 Prozent nicht detoniert...


Unternehmen, Behörden + Verbände: K.A. Tauber Spezialbau GmbH
Autorenhinweis: Cora Bethke, Pressebüro Gebhardt-Seele
Foto: Pressebüro Gebhardt-Seele



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: September 2010 (September 2010)
Seiten: 4
Preis: € 0,00
Autor: Cora Bethke

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