Sanierung eines Trinkwasserdükers unter dem Rhein-Main-Donaukanal

Bei der Erneuerung eines Trinkwasser-Doppeldükers DN 200 PN 25 unter dem Rhein-Main-Donaukanal bei Poppenhausen kam ein grabenloses Rohrsanierungssystem zum Einsatz (Abb. 1). Der hochdruckbelastbare Inliner wurde über eine Länge von 131 Metern und durch insgesamt drei Bögen erfolgreich eingezogen – ohne Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs.

Das Rohr eines Trinkwasser-Doppeldükers DN 200 PN 25 unter dem Main zwischen Weyer und Schonungen in Unterfranken zeigte Undichtigkeiten auf, die bei Transportbetrieb zu einem größeren Wasserverlust führten. Der Doppeldüker wurde 1976 aus duktilen Gusseisenrohren mit Tyton-Muffen errichtet. Die Rohre wurden außen verzinkt. Der Düker musste 1976 in felsigem Untergrund verlegt werden. Voraussetzungen für die fälligen Sanierungsarbeiten am Doppeldüker waren die Aufrechterhaltung des Schifffahrtverkehrs auf dem Main und eine kurze Bauzeit, um eine ausreichende Trinkwasserversorgung in den Sommermonaten zu gewährleisten. Aufgrund der zu realisierenden kurzen Bauzeit, der Kosten für einen Dükerneubau und der beengten und schwierigen örtlichen Situation – am rechten Main-Ufer verläuft eine Bahnlinie von Hassfurt nach Schweinfurt, am linken Main-Ufer befindet sich ein Schutzgebiet für Brunnen zur Trinkwassergewinnung – entschied sich der Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe in Poppenhausen für die schnelle, kostengünstige und platzsparende Rohrsanierung mit dem System Primus Line.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2010 (August 2010)
Seiten: 4
Preis: € 4,00
Autor: Martina Tremml

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