20 Jahre Wiedervereinigung – Wasserpreise und Nachfrage in Berlin im Vergleich

20 Jahre nach der Wiedervereinigung schätzen in Berlin die meisten Kunden den Wasserpreis wesentlich höher ein, als er tatsächlich ist, und wissen nicht, wie viel sie für Wasser und Abwasser ausgeben. Die Berliner Medien stellen immer wieder heraus: „... das Berliner Wasser gilt als vergleichsweise teuer.“ Sind damit die Kosten der Kunden gemeint?Sind Wasserpreise gleichzusetzen mit dem, was Kunden zahlen, und wenn nicht: Wie ist es wirklich in Berlin? Und was heißt eigentlich „vergleichsweise“?

Ohne hier umfänglich zu begründen, warum Berlin in der Frage wasserwirtschaftlicher Funktionalität unvergleichlich ist, bleibt das Thema Preise, Kosten, Effizienz und als Folge davon Regulierung, Preisaufsicht usw. ein ständiges Thema. Zunächst daher einige Feststellungen:
• Die Tarife, Gebühren, Preise (wie auch immer der Rechtsbezug dabei etwas begründet) sollen dem Aufgabenträger Kostendeckung gewähren.
• Sind die Erlöse nicht kostendeckend, müssen sie aus dem Kommunalhaushalt oder aus Rücklagen oder durch Berücksichtigung in der Kalkulation der nächsten Periode ausgeglichen werden.
• Eine immer wiederkehrende negative Differenz aus Kosten der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung und den erzielten bzw. erzielbaren Erlösen widerspricht dem Kostendeckungsprinzip.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2010 (März 2010)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Ludwig Pawlowski

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