Grundwasser wird in situ gereinigt - Neuartiger Bioreaktor erfüllt die Erwartungen

Seit den späten 90er-Jahren werden passive Reinigungsverfahren angewendet, die eine Abkehr von der energieaufwändigen, konventionellen Grundwasserbehandlung durch Pump and Treat bedeuten. Auf dem Standort einer ehemaligen Teerfabrik, deren Grundwasser massiv mit Teeröl (BTEX und PAK) belastet ist, wird seit zweieinhalb Jahren ein neuartiger Bioreaktor in Verbindung mit einem Funnel-and-Gate-System erprobt.

Foto: HIM GmbH(22.02.2010) Am Standort der ehemaligen Teerfabrik Lang in Offenbach sind aus der Aufbereitung von Teer in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts große Mengen von Teeröl in den Untergrund eingedrungen. Im Boden und im quartärem Grundwasserleiter, an dessen Basis in 8 Metern Tiefe eine Teerölphase nachgewiesen wurde, bilden BTEX-Aromaten, vor allem Benzol, sowie PAK, Phenole und NSO-Heterozyklen die Hauptkontaminanten. Das brachliegende Gelände ist im Bebauungsplan als Gewerbegebiet ausgewiesen; das Land Hessen betreibt Gefahrenabwehr...


Unternehmen, Behörden + Verbände: HIM GmbH, CDM Consult GmbH, IMES GmbH, DVGW Technologiezentrum Wasser (TZW).
Autorenhinweis: Hans Joachim Schmitz
Foto: HIM GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Januar/Februar 2010 (Februar 2010)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Hans Joachim Schmitz

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Überschnittene Großlochbohrung als Bodenaustauschverfahren bei der Sanierung ökologischer Altlasten
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2016)
Der Austausch kontaminierten Bodens in der grundwassergesättigten Zone stellt hohe Ansprüche an den Tiefbau sowie den Arbeits- und Immissionsschutz. In den letzten Jahren werden zunehmend überschnittene Großlochbohrungen als Sanierungsverfahren angewendet, da diese kleinräumigen Verfahren bis in größere Tiefen anwendbar sind, ohne umfangreiche Verbauarbeiten oder Grundwasserabsenkungen vornehmen zu müssen. Anhand einer erfolgreichen Anwendung dieser Sanierungsmethode auf dem Grundstück einer ehemaligen chemischen Reinigung in Berlin werden Planung und Ausführung dieser Methode erläutert.

Grundwasserabsenkungen im Rahmen von Kampfmittelräumungen innerhalb des Stadtgebietes von Oranienburg
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (2/2016)
Die Stadt Oranienburg wurde im 2. Weltkrieg massiv durch die amerikanischen Luftstreitkräfte bombardiert. Auch heute noch befinden sich viele Blindgänger im Boden, die mit chemischen Langzeitzündern ausgestattet sind und jederzeit detonieren können. Eine Entschärfung der Bomben kann nur erfolgen, wenn die hierfür erstellte Baugrube komplett trockengelegt wird. Aufgrund der speziellen hydrologischen und hydrogeologischen Bedingungen im Untergrund der Stadt werden die Planer und die ausführenden Firmen von Grundwasserabsenkungsmaßnahmen vor besondere Herausforderungen gestellt.

Successful In-Situ-Remediation of Diesel Spill with Bioventing
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2012)
Following an accident of a tank vehicle in Gmunden (Upper Austria) 2007, about 60,000 kg of diesel fuel were spilled and percolated into the soil. As an emergency measure soil was removed up to 3.2 m depth. Consecutively, information about investigation and remediation method selection as well as implementation details are given.

Aus alt mach neu – Sanierung eines Tiefbrunnens in der Süderelbmarsch
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2009)
In der Wasserfassung Süderelbmarsch der Hamburger Wasserwerke sind mehrere Brunnen in den Oberen und Unteren Braunkohlensanden (OBKS und UBKS) in Tiefen bis zu 260 Metern bzw. 360 Metern unter Geländeoberkante (GOK) verfiltert. Die örtliche Lage der Brunnen befindet sich in Landschafts- bzw. Naturschutzgebieten mit einschränkenden Vorschriften zum Bau und Betrieb von Förderbrunnen. Die Hamburger Wasserwerke als Auftraggeber der Sanierung des Tiefbrunnens 7 standen vor der Entscheidung, einen Neubau mit vorlaufender Erkundung des Standortes zu realisieren oder vorhandene Altbrunnen mit geeigneter Bauweise und -substanz sowie Standortpotenzial zu nutzen. Dabei wurde auch nach technischen Möglichkeiten gesucht, Verfilterungen in anderen geologischen Niveaus vorzunehmen.

Brunnensanierung mit Überraschungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2009)
Ein 1964 errichteter Tiefbrunnen einer Gemeinde in Oberfranken zeigte seit Ende der 80er-Jahre einen zunehmenden Rückgang seiner Ergiebigkeit. In immer kürzeren Abständen wurden aufwendige Regenerierungen nötig. TV-Befahrungen ließen mechanische Brunnenschäden und geophysikalische Untersuchungen die vollständige Unwirksamkeit der Oberflächenabdichtung des Brunnens erkennen, sodass sich die Gemeinde zur Komplettsanierung des Brunnens entschloss. Im Beitrag werden die Schritte dieser Maßnahmen einschließlich der während der Sanierung aufgetretenen Überraschungen dargestellt – Wahrheitsfindung 44 Jahre nach dem Bau des Brunnens.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?