Daseinsvorsorge – Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung

Verfehlt die staatliche Kontrolle der Gas- und Wasserversorgungsunternehmen ihre eigentlichen Ziele?

Quidquid agis prudenter agas et respice finem“ – „Was immer du tust, fass es gescheit an und bedenke das Ende!“ Diese im Mittelalter (Gesta Romanorum, 1472) erstmalig belegte Lebensregel passt im besonderen Maße auf den Sektor der öffentlichen leitungsgebundenen Ver- und Entsorgung, der bekanntlich durch lange Planungsfristen und Lebensdauer der Anlagen gekennzeichnet ist. Transportleitungen und Verteilungsnetze werden für 50 Jahre geplant, sind aber vielfach über 100 Jahre lang nutzbar. Dementsprechend lang ist die Kapitalbindung. Entscheidungen über Investitionen und Instandhaltung, Ausschreibungen und Vergabe von Bauleistungen müssen gleichfalls vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt sein. Im Gaspreis spiegelt sich der Kostenanteil für Transport und Verteilung mit mehr als 20 Prozent [1], im Wasserpreis mit 50 bis 70 Prozent.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2009 (Dezember 2009)
Seiten: 6
Preis: € 4,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Merkel

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