Multi-orbitales Reibschweißen von Rohren aus Polyolefinen

In einer gemeinsamen Forschungsarbeit des Süddeutschen Kunststoff-
Zentrums (SKZ) in Würzburg und der Multi-Orbital-Systems GmbH (M-O-SYS) wurde das multi-orbitale Reibschweißverfahren für Polyolefinrohrleitungen entwickelt. Die Grundlage des Verfahrens ist eine innovative Bewegungsführung, bei der im Gegensatz zu bisherigen Reibschweißverfahren erstmals beide Werkstückenden in kleinsten kreisförmigen Orbitalbewegungen translatorisch bewegt werden können, was eine Effizienzsteigerung von bis zu 100 Prozent bewirken kann.

In den vergangenen Jahren haben in Deutschland sowie weltweit Rohrleitungen aus Kunststoff zunehmend an Bedeutung gewonnen. Thermoplastische Kunststoffe sind mittlerweile mit 54 Prozent Marktanteil und einem Volumen von 2.500.000 Tonnen/Jahr die wichtigsten Werkstoffe für Rohrsysteme in Europa. Am häufigsten werden Systeme aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) in den Bereichen Wasserversorgung, Gasversorgung, Abwasserentsorgung und Industrierohrleitungen eingesetzt. Die zur Herstellung von Rohrleitungen notwendigen Verschweißungen vor Ort sind relativ zeit- und kostenintensiv, da manche Schweißprozesse durchmesserabhängig bis über 90 Minuten dauern und aufwendig sind, da beispielsweise beim häufig angewendeten Heizelementstumpfschweißen hohe Wärmeverluste am Heizelement auftreten.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 02 - 2010 (Februar 2010)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Benjamin Baudrit
M.Sc., Dipl.-Ing. Eduard Kraus
Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian

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