Der ‚Kampf ums Altpapier’ ist vorläufig entschieden. Nach einem Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes müssen private Haushalte ihr Altpapier grundsätzlich den öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgern überlassen.
(25.09.2009) Eine Zeit lang sah es so aus, als sei alles rechtens, wenn private Entsorger eigene blaue Tonnen in Konkurrenz zur kommunalen Erfassung von Altpapier aufstellen. Dafür sprachen einige Urteile von Verwaltungsgerichten (etwa in Niedersachsen und Baden-Württemberg) Anfang 2008. Sie sahen in der eigenständigen Altpapier-Akquisition von privaten Dienstleistern bei Haushalten eine gewerbliche Sammlung, die nach § 13 Absatz 3 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) zulässig ist, sofern u. a. „nicht überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen“. Letzteres sei höchstens der Fall, wenn das öffentlich-rechtliche Entsorgungssystem in seiner Existenz gefährdet werde. Zudem seien private Haushalte nach § 13 Absatz 1KrW-/AbfG dann nicht verpflichtet, ihre Abfälle den Kommunen zu überlassen, wenn sie selbst zu einer Verwertung in der Lage seien. Damit dürften sie auch private Dienstleister beauftragen. Dieser Einschätzung schob das Bundesverwaltungsgericht (Leipzig) in einem Urteil vom 18.06.2009 (Az.: BVerwG 7 C 16.08) einen Riegel vor....
| Copyright: | © Deutscher Fachverlag (DFV) | |
| Quelle: | September (September 2009) | |
| Seiten: | 2 | |
| Autor: | Heinz-Wilhelm Simon | |
| Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden. | ||
Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?
Steigende Nachfrage: bvse-Altpapiertag: Der Markt entwickelt sich positiv
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2010)
Das Thema Altpapier und Wiederverwertung war wieder einmal sehr gefragt: 600 Teilnehmer aus aller Welt trafen sich zum 13. Internationalen Altpapiertag 2010 in Düsseldorf – organisiert vom bvse, dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.
Die Papiere bitte! - Blaue Papiertonne schützt das Klima und schont wertvolle Rohstoffe
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2009)
Die Stadtreinigung Hamburg bietet seit 2008 den privaten Haushalten eine bequeme Papierentsorgung direkt vor der Haustür an. Mit dieser Recycling-Offensive möchte die Stadt einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten sowie langfristig betrachtet Kosten einsparen. Der Hamburger Senat hat vor einigen Wochen Bilanz gezogen.
Verbraucherfreundlichkeit - Die Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung
© Deutscher Fachverlag (DFV) (11/2009)
Umfangreich ist es nicht, was sich die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP für die Politikbereiche Kreislaufwirtschaft und Wasser in ihrem Koalitionsvertrag vorgenommen hat. Das Wichtigste vorweg: Die steuerliche Gleichstellung von öffentlichen und privaten privaten Unternehmen in der Abfallwirtschaft wird grundsätzlich befürwortet. Dies steht jedoch unter einer Einschränkung, die sich in der Steuerpassage der Vereinbarung findet.
Ressourceneffizientes Handeln in der Abfallwirtschaft
© HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement (9/2008)
Wer hätte gedacht, dass der Klimawandel unser Gesellschaft derart sensibilisiert – Politik, Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen. Auch die Optimisten unter den Umweltschützern hätten dies noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten. Immer mehr auch klassische Unternehmen widmen sich dem Thema Umwelt. Strategischer Konsum - der Verbraucher wird sich seiner Macht bewusst, durch sein Verhalten Veränderungen herbeizuführen. Klimaschutz und damit Umweltschutz ist mittlerweile auch politisch nahezu über das gesamte Parteienspektrum salonfähig geworden.
