Brauchen wir eine Rekommunalisierung?

Bisher wurde die bundesdeutsche Wirtschaft von einer positiven Grundstimmung geprägt. Jeder möchte natürlich teilhaben an diesen durchaus positiven Entwicklungen und so ist es nicht zufällig, dass aktuell auch eine Reihe von Tarifpartnern sich auf höhere Löhne und Gehälter für Beschäftigte einigen. Auch in der Abfallwirtschaft wird, wie in einer Anzahl anderer Branchen, noch die Mindestlohndiskussion geführt, und es könnte im Rahmen dieser Auseinandersetzungen auch das Image der gesamten Branche angegriffen werden.

Die gebührenfinanzierten Unternehmen dagegen nehmen kaum am Aufschwung teil, da die Märkte und Preise (Gebühren) eng gesteckt sind. Weil Expansionen gleich welcher Art praktisch ausgeschlossen sind, kann man hohen Tarif- und Kostensteigerungen oft nur mit höheren Gebühren begegnen; nachdem alle Effizienzpotenziale genutzt worden sind. Neben diesen Entwicklungen in der Republik gibt es weitere, zum Teil gegenläufige Entwicklungen, die Ausdruck einer globalisierten Welt sind. Steigende Ölpreise, steigende Rohstoffpreise, steigende Bedarfe an Rohstoffen, schwankende Finanzmärkte und eine weltweite Bankenkrise zeigen, dass die Abhängigkeiten und Interdependenzen enorm sind. Auch in der Branche der Abfallwirtschaft ist das zu spüren.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Abfalltage 2008 (September 2008)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Ulrich Siechau

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

bifa-Text Nr. 55: Wertstoffhöfe, Gelber Sack und Wertstofftonne
© bifa Umweltinstitut GmbH (11/2011)
Eine Ökoeffizienz- und Akzeptanzanalyse für Bayern am Beispiel Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten

Sekundärrohstoffmärkte, Schlüsselstellung für die stoffliche Verwertung
© ANS e.V. HAWK (9/2009)
Der Schrottmarkt unterscheidet zwischen Neu- und Altschrotten sowie dem Kreislaufschrott bzw. dem Eigenentfall der Stahlwerke und Gießereien. Beim Neuschrott handelt es sich um Produktionsabfälle der eisen- und stahlerzeugenden Industrie, der Fe- und NE-verarbeitenden Industrie sowie des Gewerbes (Blech- und Stanzabfälle, Späne). Der Altschrott wird nach dem Ver- oder Gebrauch von Stahl- und Eisenprodukten gesammelt. Er besteht zu ca. 70% bis 75% aus Industrie-, Gewerbe- und Abbruchschrotten und zu ca. 25% bis 30% aus Konsumgüterschrotten.

Nachhaltiges Bioabfallbehandlungssystem für Großstädte
© ANS e.V. HAWK (9/2009)
Bereits heute leistet die Hamburger Abfallwirtschaft insgesamt einen nennenswerten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen (THGE), im Jahr 2006 z.B. in der Größenordnung von -1.080.000 Mg CO2/a. Das stoffliche Recycling von Abfällen wie Altpapier, Altglas, Kunststoffen und Metallen mindert die Treibhausgasemissionen. Durch die energetische Nutzung von Abfällen in Müllverbrennungsanlagen, Ersatzbrennstoffkraftwerken oder Vergärungsanlagen werden primäre Energieträger geschont.

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2008
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
Gebührenvergleich aller 86 örE in Bayern; Abfallgebühren in den einzelnen Bundesländern; Strategien der Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Kommunen - Handlungsfelder und Beispiele

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2006
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2/2006)
Die Abfallgebühren für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt wurden auf Basis der aktuellen Gebührensatzungen ermittelt. In Bayern wurden dabei erstmals die Abfallgebühren aller öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger aus 86 Landkreisen und kreisfreien Städten erfasst.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?