Vermeidung von AOC-Erhöhungen während der Schnellfiltration

Die Konzentration der mikrobiologisch leicht verwertbaren organischen Substanzen (AOC) im Trinkwasser kann sich bei der Aufbereitung reduzierter Grundwässer durch Schnellfiltration erhöhen. Im Rahmen des DVGW-Forschungsvorhabens W4/01/05 wurden hierzu systematische
Untersuchungen durchgeführt, die Ursachen der AOC-Erhöhungen aufgeklärt und daraus Maßnahmen zur Vermeidung dieser Erhöhungen abgeleitet.

ie Aufbereitung von reduzierten Grundwässern, die Eisen(II), Mangan( II), Ammonium sowie Schwefelwasserstoff und Methan enthalten, erfolgt in der Regel in ein- oder zweistufigen Schnellfiltern, in denen eng miteinander verknüpfte biologische und chemische Reaktionen zur Entfernung der Substanzen aus dem Wasser beitragen. Durch einoder zweistufige Schnellfiltration wird auch die DOC-Konzentration des Rohwassers erniedrigt. Für eine Versorgung des Verbrauchers mit Trinkwasser, das trotz langer Transportzeiten von unverändert guter mikrobiologischer Qualität sein soll, ist die biologische Stabilität des Trinkwassers am Ende des Aufbereitungsprozesses von entscheidender Bedeutung. Der assimilierbare organische Kohlenstoff (gemessen als AOC nach van der Kooij) ist dabei ein Maß für die Konzentration an mikrobiologisch leicht verwertbaren organischen Kohlenstoffverbindungen im Trinkwasser.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 7/8 - 2009 (August 2009)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Andreas Albers
Dr. Bernd Bendinger
Prof. Dr.-Ing. Knut Wichmann

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