Die demografische Entwicklung und ihre Folgen für die Wasserversorgung

Viele Wasserversorgungsunternehmen sind vom Rückgang des Trinkwassergebrauches betroffen. Besonders stark wirkt sich dies im Osten Deutschlands aus. Es wird gezeigt, mit welchen Mitteln ein Fernwasserversorger auf den Absatzrückgang reagiert. Außerdem wird eine offene Diskussion über die Zukunft großräumiger Strukturen der Wasserversorgung vor dem Hintergrund des anhaltenden
Absatzrückganges angeregt.

Unter dem Dachbegriff des „globalen Wandels“ wird allgemein eine Vielzahl gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Wandlungsprozesse zusammengefasst. Verschiedene Studien (z. B. im Projekt GLOWA Elbe) beschäftigen sich mit der Analyse, der Prognose und den Wechselwirkungen des Klimawandels, der demografischen Entwicklung und der Globalisierung der Wirtschaft. In vielen Regionen wird auch die wasserwirtschaftliche Infrastruktur von den Auswirkungen des globalen Wandels betroffen sein. Dies gilt insbesondere für den Osten Deutschlands, der seit 1990 von tiefgreifenden und praktisch in Zeitraffer ablaufenden Veränderungen geprägt ist. In diesem Beitrag wird am Beispiel der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FWV) gezeigt, wie der globale Wandel in seinen örtlichen Auswirkungen bereits heute die unternehmerischen Aktivitäten bestimmt. Gleichzeitig soll gezeigt werden, dass eine angemessene, den Interessen aller Systempartner dienende Reaktion auf die dramatischen Veränderungen nur auf der Grundlage übergeordneter Handlungsstrategien erreicht werden kann.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 9 - 2009 (September 2009)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Peter Michalik
Dr. Matthias Standfuß

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