Aus alt mach neu – Sanierung eines Tiefbrunnens in der Süderelbmarsch

In der Wasserfassung Süderelbmarsch der Hamburger Wasserwerke sind mehrere Brunnen in den Oberen und Unteren Braunkohlensanden (OBKS und UBKS) in Tiefen bis zu 260 Metern bzw. 360 Metern unter Geländeoberkante (GOK) verfiltert. Die örtliche Lage der Brunnen befindet sich in Landschafts- bzw. Naturschutzgebieten mit einschränkenden Vorschriften zum Bau und Betrieb von Förderbrunnen. Die Hamburger Wasserwerke als Auftraggeber der Sanierung des Tiefbrunnens 7 standen vor der Entscheidung, einen Neubau mit vorlaufender Erkundung des Standortes zu realisieren oder vorhandene Altbrunnen mit geeigneter Bauweise und -substanz sowie Standortpotenzial zu nutzen. Dabei wurde auch nach technischen Möglichkeiten gesucht, Verfilterungen in anderen geologischen Niveaus vorzunehmen.

- Hydrogeologische Verhältnisse
- Zustand des Altbrunnens
- Geplantes Sanierungskonzept des Auftraggebers
- Vorbereitende Arbeiten
- Verfüllarbeiten
- Teilrückbau, Rohrschnitte und Fangarbeiten
- Baustelleneinrichtung
- Überbohrung der Aufsatzrohre DN 250 und Ausbau der Rohre
- Aufweitung des zu verfilternden Kiesraumes
- Einbau von Filter- und Aufsatzrohren, Filterkiesschüttung
- Entwickeln des Brunnens, Leistungspumpversuch
- Wiederherstellung des Brunnenschachtes, Abschlussarbeiten
- Schlussbetrachtung
 



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2009 (April 2009)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Lutz-Peter Nolte
Dipl.-Ing. Sven Tewes
Dipl.-Ing. Ronald Rogge

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