Immobilien-Management bei kontaminierten Standorten mit Hilfe der TERQ: Toxikologische Expositions-Risiko-Quantifizierun Erfahrungen im EU-Raum: Beispiel Frankreich (und Vergleich mit Deutschland)

Mit der TERQ erfolgt eine Quantifizierung von Gesundheitsrisiken bei Altlasten über eine standortspezifische Bewertung des tatsächlichen Schadstoff-Mix sowie der Nutzungs-, bzw. Expositionsszenarien (anstelle einer Einzelstoff-Grenzwert-Tabelle). Standortspezifische Sanierungsziele zur Gewährleistung tolerierbarer Risiken können ermittelt werden. Dies führt zur Transparenz und maximalen Rechtssicherheit bezüglich Gesundheitsgefährdungen. Ziel ist dabei die Optimierung von Sanierungskosten aber maximale Immobilienwert-Steigerung.

Die standortspezifische und verhältnismäßige, aber Risikobasierte Altlastenbehandlung (über TERQ) wird heute routinemäßig in den USA, Kanada, Frankreich, Niederlanden, Großbritannien und Schweden etc. angewendet [1 – 21]. Aber auch in Deutschland wird diese Vorgehensweise (welche eigentlich auch gemäß BBodSchG § 8.1. & 9.1. sowie Unterregelwerk BA 116a vorgesehen ist) immer öfter standortspezifisch angewendet [22].
 
Abstract: Realistic HRA: Health Risk Assessments on Contaminated Sites are feasible. The Goal is to consider the site specific ” Pollutant cocktail” and Site Use & Exposure Scenarios (instead of single Pollutant Risk Evaluations based on generic “Table Concentration Threshold Values). Site specific Remediation Goals for acceptable Risks can be obtained by the HRA. The systematic realization of HRA can ensure Transparency & maximum Juristic Safety concerning real Risks and maximum Real-Estate Revalorization versus Remediation Costs.
 
Keywords: Contaminated Sites, Risk-Assessment, Real-Estate Revalorization

Schlagworte: Altlasten, TERQ-Risikobewertung, Immobilien-Management



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 4. Bodenschutztage Marktredwitz 2006 (Mai 2006)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Frank Karg

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