Charakterisierung von schwermetallhaltigen Reststoffen

In Österreich fallen jährlich mehrere Mio. t an potenziell schwermetallhaltigen Reststoffen aus der metallproduzierenden/-verarbeitenden Industrie sowie aus der thermischen Abfallbehandlung an. Meist wurden und werden diese sog. „Reststoffe“ – Schlacken, Stäube und Schlämme – mit teilweise hohem Wertmetallgehalt einer technisch einfachen und kostengünstigen Deponierung zugeführt. Steigende Rohstoffpreise am globalen Markt sowie immer strenger werdende Umweltgesetzgebungen zwingen die Industrie dazu, sich mit dem Thema Recycling intensiver zu beschäftigen.

Die globale Rohstoff- und Reststoffsituation sowie verschärfte Umweltauflagen zwingen die Metallindustrie sich mit dem Thema Recycling und der Wertmetallrückgewinnung aus schwermetallhaltigen Reststoffen (Zn, Pb, Cr, Ni, etc.) intensiver zu beschäftigen. Momentane Lösungen, sprich Aufarbeitungsverfahren hinsichtlich dieser Problematik sind weder technisch noch wirtschaftlich optimiert. Ziel dieses Projektes ist es daher anhand von Untersuchungen an realen und synthetischen Reststoffen sowie thermodynamischen Berechnungen ein Modell zur Aufarbeitung dieser abzuleiten. Basis hierfür ist eine umfangreiche Charakterisierung der Reststoffe aus der Eisen- und Stahlindustrie, beginnend mit einfacher Korngrößenbestimmung bis hin zur Element- und Phasenanalyse mittels Rasterelektronenmikroskop. In den weiteren Projektschritten sollen durch die Gegenüberstellung von realen und synthetischen Reststoffen und thermodynamischen Berechungen modellrelevante Parameter ermittelt werden.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2008 (November 2008)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Dipl.-Ing. Dr. mont. Holger Schnideritsch
Dipl.-Ing. Dr. Jürgen Antrekowitsch
Dipl.-Ing. Christoph Wagner

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