Die Wiener BürgerInnen sammeln Jahr für Jahr enorme Mengen an Altstoffen, wie Altpapier, Biomüll, Altmetalle, Altkunststoffe, die danach einer Verwertung zugeführt werden und wesentlich zur Ressourcenschonung beitragen. Richtig greifbar und vorstellbar sind diese Sammelmengen für die BürgerInnen jedoch nicht. Daher wurde jetzt versucht diese Sammelmengen in einer bildhaften Weise darzustellen, sodass diese Mengen plakativer und besser begreifbar werden. Ebenso sollte den BürgerInnen vermittelt werden, welche Mengen an Ressourcen durch die getrennte Sammlung von Altstoffen einspart werden.
Die Wiener BürgerInnen sammeln jährlich rund 280.000 t Altstoffe. Umgerechnet auf das Volumen ergeben die 280.000 t Altstoffe rund 2 Mio. m³, das entspricht drei Mal dem Volumen des Ernst Happel Stadions. 2006 wurden rund 130.000 t Altpapier getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt, wodurch 480.000 Fichtenbäume eingespart werden konnten. Dies entspricht einer Waldfläche von 5,6 km², die fast genauso groß ist wie der Wiener Prater. Aus den gesammelten 25.000 t Altglas können 60 Mio. 1-Liter-Mineralwasser-flaschen produziert werden. Die Sammlung und Verwertung von 16.000 t Altmetallen spart 73.000 t steirisches Eisenerz (32 % Eisengehalt) ein. Man könnte damit 1,6 Mio. Fahrräder erzeugen, also für jede WienerIn ein Fahrrad. Aus dem Biomüll wurden 39.000 t Kompost produziert. Mit dieser Kompostmenge können 25 km² landwirtschaftliche Fläche gedüngt und 770 t Kunstdünger eingespart werden. Aus den gesammelten 8.000 t Elektroaltgeräte können 3.100 t Eisen, 200 t Aluminium und 300 t Kupfer gewonnen werden. Aus 315 t Altspeiseöl können 227.000 l Biodiesel erzeugt werden. Ein Pkw mit einem Verbrauch von 6 l/100 km kann damit 3,8 Mio. km zurücklegen.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Depotech 2008 (November 2008) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 2,00 | |
| Autor: | Christian Rolland Mohammad Seidi DI Mag. Dr. Wolfgang Stark | |
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