Konzeption zur Trocknung von Klärschlamm mit Abwärme aus Biogasanlagen zur Versorgung eines Zementwerkes

Derzeit wird in der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das klare Ziel verfolgt, den Klärschlamm nicht mehr in die Landwirtschaft abzugeben.

Grundlage für diese Entscheidung ist der Vorsorgegedanke, wonach eine unnötige Schadstoffanreicherung in den Böden zu vermeiden ist. Es erscheint widersinnig, die Schadstoffe zuerst mit großem Aufwand aus dem Abwasser herauszuholen, um diese danach wieder auf den Böden zu verteilen [1]. Nach übereinstimmender Auffassung wird das eigentliche Gefährdungspotential durch das Einhalten der in der Klärschlammverordnung festgelegten Grenzwerte nicht objektiv abgebildet. So bestätigen neuere Untersuchungen aus Baden- Württemberg, dass von der Schadstoffsenke Klärschlamm langfristig ein nicht zu kalkulierendes Risiko für Umwelt und Gesundheit ausgeht. Derzeit ist es also erklärter Wille der Politik, den Klärschlamm thermisch zu behandeln bzw. zu verwerten. Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand führt jedoch die o. g. politische Forderung nicht zu einem generellen gesetzlichen Ausbringungsverbot in der Landwirtschaft.



Copyright: © Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden
Quelle: 6. Fachtagung: Anaerobe biologische Abfallbehandlung (September 2008)
Seiten: 14
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Ulrich Eymann

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