Klärschlammentsorgung aus der Sicht der RWE Gruppe

Das Gesamtaufkommen von kommunalen Klärschlämmen in Deutschland betrug im Jahr 2006 rund 2,13 Millionen Tonnen Trockensubstanz (t TS). Die Verteilung des Klärschlammaufkommens auf die jeweiligen Bundesländer korrespondiert unmittelbar mit den Bevölkerungszahlen und den erzeugten Abwassermengen. Dementsprechend stellen Nordrhein-Westfalen mit 520.000 t TS, Bayern mit 297.000 t TS und Baden-Württemberg mit 276.000 t TS die Bundesländer mit den höchsten Aufkommen dar.

Die wirtschaftlich günstige landwirtschaftliche Klärschlammverwertung spielt derzeit bei der Entsorgung von Klärschlämmen kommunalen Ursprungs immer noch eine bedeutende Rolle. Aufgrund der zu erwartenden Verschärfungen in der Klärschlammverordnung und, so das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) „angesichts verbleibender Unsicherheiten in der Frage des Schadstoffeintrags in die Landwirtschaft“, werden andere Entsorgungswege wie insbesondere die thermische Verwertung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies gilt vor allem für die Mitverbrennung von Klärschlämmen in Kraftoder Zementwerken.
(Seitenanzahl beinhaltet Text und Folien)



Copyright: © Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Quelle: Internationales Klärschlamm-Symposium (Juni 2008)
Seiten: 30
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Christoph Hilz

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