Speichern und sparen - Regenwasser ist zu kostbar, um es zu verschwenden

In der deutschen Wasserwirtschaft kommt es allmählich zum Paradigmenwechsel. Neben die problemlose Ableitung und umweltgerechte Reinigung von Abwasser ist gleichberechtigt ein neues Ziel getreten: der Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts. Hierbei kommt der Regenwasser-Bewirtschaftung eine besondere Rolle zu.

(18.09.08) Auslöser war die Beobachtung seit den 1970er Jahren, dass Überläufe aus der Mischkanalisation oder auch aus getrennt geführten Regenwasserkanälen nach starken Regenfällen die Oberflächengewässer mancherorts stärker mit Schadstoffen belasten als dies durch die Einleitung von Kläranlagen bei Trockenwetter der Fall ist. Seither ist auch Regenwasser ein Thema des Gewässerschutzes. Zunächst arbeitete man an Maßnahmen zur Behandlung des Niederschlags – nicht anderes als eine End-of-Pipe-Lösung. Inzwischen ist man weiter. Regenwasser-Bewirtschaftung heißt die  Zauberformel heute. Diese soll möglichst eingebettet sein in ein nachhaltiges integrales Konzept, das sparsam mit der Ressource Wasser umgeht, indem es Regen- und Brauchwasser sammelt, behandelt, im Kreislauf führt und so mehrfach nutzt. Ziel ist der möglichst weitgehende Erhalt des natürlichen Wasserhaushalts...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Mall GmbH, ISI, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: September 2008 (September 2008)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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