Anforderungen an Habitatmodelle als Planungshilfe für die Wasserrahmenrichtlinie

Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über praktikable Modellierungsansätze der Habitateignung und Entwicklung von „biologischen Qualitätskomponenten", die als Indikatoren zur Erreichung des „guten ökologischen Zustandes" bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) heranzuziehen sind. Die Literaturauswertung zeigt, dass Habitatmodelle die Maßnahmenplanung unterstützen können, aber sie sollten, je nach örtlicher Situation, um Individuen basierte Ausbreitungs- und (Meta-) Populationsmodelle ergänzt werden. Es wird ein fünfstufiges Verfahren vorgeschlagen.

Ziel der WRRL ist es, den „guten ökologischen Zustandes" (göZ) in den natürlichen Gewässern zu erreichen. Zur Beurteilung, welche Maßnahmen den Zustand eines Wasserkörpers verbessern können, sind Kenntnisse der biologischen, hydrologischen, chemischen und strukturellen Parameter der Gewässer erforderlich. Für die aktuelle Zustandsbewertung der Fließgewässer ist der ökologische Zustand der biologischen Qualitätskomponenten Fische, Makrozoobenthos, Makrophyten, Phytobenthos und -plankton entscheidend. Dabei steht die Besiedlung eines Lebensraums in direktem Bezug zur Ausbreitung und den Habitatansprüchen der jeweiligen Art.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser Wirtschaft 01 / 2008 (Januar 2008)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Biol. Doris Diembeck
Dr. Dirk Lorenzen
Dr. Heinrich Reck
Dr. Wilhelm Windhorst
PD Dr. rer. nat. Michael Trepel

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