Modernisierung und Neubau des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 1

Durch die Liberalisierung des Strommarktes und den starken Zubau der Windenergie werden Pumpspeicherkraftwerke (PSW) immer stärker zur Bereitstellung von Regelenergie herangezogen. Eine damit verbundene Erhöhung der Werthaltigkeit der PSW ermöglicht wieder zukunftsträchtige Investitionen zur Erhaltung und zum Neubau von PSW. Über das Modernisierungsprojekt des PSW Waldeck 1 am Standort Edersee der E.ON Wasserkraft GmbH wird berichtet.

Bis heute sind Pumpspeicherkraftwerke (PSW) die einzige Möglichkeit, große Strommengen wirtschaftlich und im großtechnischen Maßstab zu speichern. Druckluftspeicher und Speicher für Wasserstoff etc. haben sich bis heute vor allem wegen der erheblichen Umwandlungsverluste noch nicht durchgesetzt. Leistungsstarke PSW wurden seit Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts errichtet, um den schnell wachsenden, im Tages- und Wochenverlauf jedoch stark schwankenden Strombedarf zu decken und um thermische Kraftwerke gleichmäßiger ausnutzen zu können. Nur mit ihnen war es möglich, elektrische Arbeit – indirekt – in Form von potenzieller Energie zu speichern. Neben der Energiespeicherung haben PSW den entscheidenden Vorteil einer extrem schnellen Leistungsbereitstellung. Je nach Anlagentyp vergehen nur 1 bis 3 Minuten, bis aus dem Stillstand die installierte Leistung voll genutzt werden kann. Auf Grund ihrer hervorragenden Regeleigenschaften werden PSW vermehrt in der Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung für das elektrische Versorgungsnetz eingesetzt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser Wirtschaft 06 / 2008 (Juni 2008)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Frank Pöhler

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Auswirkungen der Dürreverhältnisse 2018-2020 auf die Grundwasserstände in Mitteldeutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
Die Jahre 2018-2020 waren außergewöhnlich trocken! Hiervon waren nicht nur menschliche Nutzungen, wie Land- und Forstwirtschaft oder Wasserversorgung, sondern auch der Naturraum, insbesondere aquatische Ökosysteme, betroffen. Ein besonders stark getroffenes Gebiet ist hierbei der mitteldeutsche Raum, der ohnehin durch geringe Niederschläge und Grundwasserneubildung charakterisiert ist. Im Rahmen der Studie wurden die Pegelstände von über 220 Grundwassermessstellen in Mitteldeutschland untersucht und das historische Ausmaß des Wasserdefizits aufgezeigt.

Partizipation betroffener Akteursgruppen zur Minderung der Nitratbelastung des Grundwassers
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser sind vielerorts seit über 20 Jahren erhöht. Die EU-Kommission beurteilte entsprechende Gesetzesnovellen der vergangenen Jahre mehrfach als unzureichend. Vorgestellt werden Untersuchungsergebnisse dazu, unter welchen Voraussetzungen kleine partizipative Gremien lokal zu einer Einhaltung der Nitratgrenzwerte in ihrer jeweiligen Region beitragen können.

Der Elektro-Seilrechen als integrales Fischschutzkonzept
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2019)
Die intensive Nutzung der Fließgewässer zur Erzeugung von Energie aus Wasserkraft verursacht – unter anderem durch die Unterbrechung des Längskontinuums – ökologisch nachteilige Folgen für diadrome und potamodrome Fischarten. Als besonders kritisch stellt sich dabei die flussabwärts gerichtete Wanderung dar, da Fische der Hauptströmung folgen, welche bei Wasserkraftanlagen im Regelfall zu den Turbinen führt. Die Entwicklung des integralen Fischschutzkonzepts Elektro-Seilrechen vereint die Anforderungen an den Fischschutz mit der Wiederherstellung des Längskontinuums.

Stromerzeugung im fließenden Gewässer (Vortrag im PDF-Format)
© REW Regenerative Energie Wirtschaftssysteme GmbH (9/2008)
Mit meiner Erfindung wird es möglich sein, unsere größte alternative Energiequelle, „das Regenwasser“, das in unvorstellbaren Mengen aus den Wolken tröpfelt, in Energie umzuwandeln.

Umbau des Luppewehrs zur Stabilisierung des Sedimenthaushalts im Gewässerknoten Leipzig
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2008)
Als Zentrum des Gewässerknotens Leipzig gilt das Elsterbecken, an dessen unterem Ende sich das Luppewehr als Abschlussbauwerk zur Neuen Luppe anschließt. Das Wehr spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung des Sedimenthaushaltes im Gewässerknoten Leipzig und ist gemäß den im integrierten Gewässerkonzept entwickelten Leitlinien umgestaltet worden. In diesem Beitrag wird über Planung, Modellversuche, Bau des Luppewehres sowie über die bisher gewonnenen Betriebserfahrungen berichtet.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?