1-D- / 2-D-gekoppelte Simulation von Hochwasserabflüssen an der mittleren Elbe

Zur Simulation komplexer Fließgewässer unter Berücksichtigung unterschiedlicher hydrologischer sowie geometrischer Randbedingungen ist der Einsatz von 2-D-HN-Modellen gängige Praxis. Aufgrund des hohen Rechenaufwandes sind diese Modelle für den operationellen Einsatz während eines Hochwasserereignisses jedoch nicht geeignet.

Ein nachhaltiges Hochwassermanagement umfasst u. a. Strategien zur kurzfristigen Initiierung und Koordination von Schutzmaßnahmen während eines Hochwasserereignisses, was eine möglichst genaue Kenntnis der zu erwartenden hydraulischen Situation erfordert. Dies gilt insbesondere bei Gewässersystemen mit im Vergleich zur Abflussfülle großen Retentionsvolumina (Oberrhein, mittlere Elbe), wo eine signifikante Beeinflussung des Abflussgeschehens, z.durch gezielte Polderflutungen oder auch ungewollt durch Versagen von Schutzeinrichtungen, möglich ist. Je nach Gebietsgröße kann hier aufgrund der Vielzahl möglicher Abfluss-und Gefährdungsszenarien die Durchführung von Strömungssimulationen im Vorfeld für den operationellen Einsatz nicht ausreichend sein, da diese nur die Analyse einer begrenzten Anzahl von Ereignissen zulassen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser Wirtschaft 08 / 2008 (August 2008)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr.-Ing. Peter Oberle
Dr.-Ing. Mark Musall
Dr.-Ing. Andreas Kron
Prof. Dr.-Ing. Franz Nestmann

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