Immissionsschutzrechtliche Regelungen bei der thermischen und biologischen Abfallbehandlung

Für die thermische Abfallbehandlung ist insgesamt der höchste Abgasreinigungsstandard in der Abfallwirtschaft erreicht. Dennoch wird es für MVAs aber auch für die Mitverbrennung erforderlich sein, die Anlagen zukünftig mit verbesserter NOx- Minderung zu betreiben. Hierfür ist eine Verordnung (37. BImSchV) mit verschärften Grenzwerten in der Entscheidungsfindung.

Für die mechanisch-biologische Abfallbehandlung ist der Abgasreinigungsstandard im Vergleich zur thermischen Abfallbehandlung niedriger. Technische Optimierungen haben erst in den letzten Jahren zu teilweisen Erfolgen geführt. Es besteht aber weiterhin ein hoher Optimierungsbedarf. Es ist nicht vorgesehen, durch Abschwächung der Emissionsstandards der 30. BImSchV die beschriebenen Probleme zu lösen. Bei der biologischen Abfallbehandlung (insbesondere Bioabfallkompostierung) bestehen große Minderungspotentiale für NH3 und NMVOC. Die vorhandenen Anforderungen der TA-Luft werden in vielen Anlagen nicht eingehalten. Hier besteht daher Handlungsbedarf durch die zuständigen Behörden der Länder.



Copyright: © Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V.
Quelle: Abfalltage 2008 (Februar 2008)
Seiten: 18
Preis: € 9,00
Autor: Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Auf Akzeptanz-Suche Premium
© Rhombos Verlag (1/2008)
Die Umweltmedizin ermöglicht eine fundierte Bewertung der Gesundheitsgefahren von Abfallentsorgungsanlagen

Trockensorption – Abgasreinigung auch für Kleinanlagen
© Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (7/2009)
Reststoffe und Abfälle werden heute zunehmend als Energieträger wahrgenommen und entsprechend verwertet. Gleichzeitig wird die Deponierung von Abfällen aus ökologischen Gründen immer weiter eingeschränkt – in einigen Ländern, auch in Deutschland, ist die Ablagerung unbehandelter Abfälle bereits gesetzlich untersagt. Diese Rahmenbedingungen führten und führen auch künftig zur stetigen Verbreitung der thermischen Abfallbehandlung.

Kalk & Co. – moderne Additive zur Rauchgasreinigung
© Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (7/2009)
Seit den 1980er Jahren ist die Deutsche Kalkindustrie auf dem Umweltsektor aktiv. Walhalla Kalk begann bereits 1977. Die chronologische Entwicklung des Bereiches Umwelt zeigt Bild 1. Gesetzesvorschriften sowie strengere Auflagen der Betreiber bewirkten eine stetige Weiterentwicklung unserer Produkte. Tabelle 1 zeigt die derzeit gültigen Grenzwerte nach der 17. BImSchV sowie einen Sonderfall für genehmigte Grenzwerte.

Internationales Klärschlamm-Symposium
© Rhombos Verlag (9/2008)
Experten diskutierten Wege zu einer verantwortungsvollen Klärschlammentsorgung

Neues aus der Rechtsprechung
© Rhombos Verlag (9/2008)
Bundesverwaltungsgericht zur Alternativenprüfung und Drittschutz von Grenz- und Kontrollwerten / EuGH zur Auslegung der AbfRRL

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?