Wasserbehandlung: Geräteentwicklung und Europäische Normung – eine Zwischenbilanz

Geräte zur Trinkwasserbehandlung in der Hausinstallation werden seit Langem in Deutschland eingesetzt. Im Zuge der Entwicklung nationaler Produktnormen haben diese Produkte eine deutliche Qualitätssteigerung erfahren. Die derzeit laufenden Normungsarbeiten auf europäischer Ebene (CEN) bieten die Chance einheitlicher europäischer Standards, bergen aber auch das Risiko reduzierter Produktanforderungen.

Trinkwasser, wie es von den Wasserwerken geliefert wird, bedarf für Trink- und Kochzwecke keiner weiteren Behandlung mehr. Für technische Zwecke (z. B. bei Trinkwassererwärmung) kann eine Trinkwasserbehandlung jedoch durchaus sinnvoll sein [1]. Es gibt daher seit langer Zeit Geräte auf dem Markt, die dem Kalkschutz, dem Korrosionsschutz und der Hygiene in der häuslichen Trinkwasserinstallation dienen. Weiterhin müssen Armaturen und Geräte durch Filter vor in die Hausinstallation eingeschwemmten Partikeln geschützt werden, Kalkflecken auf dem Geschirr in der Spülmaschine verhindert und der Waschmittelverbrauch durch Enthärtung bei sehr harten Wässern verringert werden. Die gültige Trinkwasserverordnung [2] definiert die Verantwortung der Wasserversorgungsunternehmen (WVU) bis ur Übergabestelle am Hauseingang. Doch auch im Haus muss die Trinkwasserqualität bis zum Zapfhahn sichergestellt sein. Verantwortlich hierfür ist der "Betreiber" der Hausinstallation. Da vom Kunden, dem Trinkwasserverbraucher, die WVUs jedoch an der Qualität des aus dem Zapfhahn fließenden Wassers gemessen werden, müssen diese auch an einer technisch einwandfreien Hausinstallation interessiert sein.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 03/2008 (März 2008)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 8,00
Autor: Dr.-Ing. Ralph Söcknick

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