Anlagen der Hausinstallation nach § 3 (2)c Trinkwasserverordnung

Es werden die Praxiserfahrungen eines Serviceunternehmens der Wohnwirtschaft mit der TrinkwV 2001 dargestellt. Hausinstallationen von Eigentumswohnanlagen sind vielfach die Ursache von Trinkwasserkontaminationen, vorrangig durch Bakterien der Gruppe Legionella, aber auch durch andere mikrobiologische Kontaminationen sowie durch Metalle. Immobilienverwalter wissen gar nicht, Gesundheitsämter oft nur unzureichend Bescheid über die Inhalte der TrinkwV. Viele Wasserversorgungsunternehmen sind gleichfalls "zurückhaltend" hinsichtlich der Hausinstallationen. Die rechtliche und technische Situation wird bewertet. Argumente zur Novellierung der TrinkwV werden gegeben.

Wenn der Allgemeinheit das reine Trinkwasser, die allgemeine Gesundheitsfürsorge und die Vorbeugung vor eventuellen Krankheiten und Seuchen am Herzen liegen, muss die Trinkwasserverordnung in der täglichen Praxis der Wohnungswirtschaft eine größere Bedeutung erhalten. Dazu bedarf es sehr viel mehr Öffentlichkeitsarbeit von den verantwortlichen Stellen, da ansonsten der Sinn der Trinkwasserverordnung 2001 verfehlt wird. Wenn auf der Basis der zurzeit in der Novellierung stehenden EG-Trinkwasser-Richtlinie in absehbarer Zeit die TrinkwV zu überarbeiten ist, sollten die hier aufgezeigten Probleme erfasst werden. Vor allem sollte sie für alle in der Verantwortung stehenden Beteiligten eine klare, eindeutige, verständliche Sprache sprechen. Es bedarf eigentlich keiner Verschärfung von Parametern, aber einer Verdeutlichung und Klarstellung von Zuständigkeiten und Pflichten.



Copyright: © DIV Deutscher Industrieverlag GmbH
Quelle: GWF 03/2008 (März 2008)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Thomas Fischer

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