Ökologie im Örtchen - Wasser Berlin testet die No-Mix-Toilette

Menschliche Exkremente könnten bald zu schade dafür sein, sie einfach in den Kanal zu spülen. Zudem benötigt die klassische Methode der Beseitigung viel wertvolles Wasser. Abhilfe versprechen neue Sanitär-Techniken, die sich nicht nur für Großstädte in Entwicklungsländern, sondern auch für Industrienationen eignen. Selbst zur Gewinnung von Nährstoffen, Biogas und Dünger trägt das System des Kompetenz-Zentrums Wasser Berlin bei.

20.04.2004 Der moralische Druck auf den Mann, seine kleinen Geschäfte im Sitzen zu erledigen, nimmt zu. Jetzt kann Frau nicht nur hygienische, sondern auch ökologische Gründe anführen. Denn wer sich herablässt, kann künftig dazu beitragen, die Nährstoffe seiner flüssigen Hinterlassenschaft zurückzugewinnen und Wasser zu sparen. Vorausgesetzt, sein stilles Örtchen ist auf dem neuesten Stand der WC-Technik. Die nämlich ist das Kernstück eines Forschungsprojektes, das das Kompetenz-Zentrum Wasser Berlin zusammen mit den Berliner Wasserbetrieben und Veolia Water (ehemals Vivendi) kürzlich gestartet hat...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Kompetenz-Zentrum Wasser Berlin, Berliner Wasserbetriebe, Veolia Water, Roediger GmbH
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Januar/Februar 2004 (Januar 2004)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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