Biogas aus organischen Abfällen wird immer interessanter: Mehr als heiße Luft

Während die Abfallwirtschaft die Biogaserzeugung aus der Vergärung von Bioabfällen schon seit vielen Jahren nutzt, boomt derzeit der Anbau von Energiepflanzen für Biokraftwerke. Doch auch im biogenen Abfall steckt noch mehr Energie als bisher genutzt wird.

17.04.2006 Es ist so einfach wie energetisch sinnvoll: Man leere die Biotonne einer Großstadt in einem großen Behälter, lässt die Biomasse darin vergären und erzeugt Biogas, aus dem Strom und Wärme gewonnen wird. Danach befördert man den organischen Gärrest in eine Kompostierungsanlage und obendrein wird der durch Biogas erzeugte Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet.
Das wird schon an vielen Orten in Deutschland auf vielerlei Art und Weise praktiziert. Schwieriger verhält es sich dagegen mit der Gewinnung von Biogas aus der Vergärung von organischen Anteilen, die in der gemeinen Hausmüll-Tonne anfallen. In Mechanisch-Biologischen Aufbereitungsanlagen (MBA), in denen der Müll in Fraktionen sortiert wird, böte sich in vielen Fällen eine Vergärungsstufe an, in der man Biogas aus den organischen Bestandteilen gewinnen könnte. "Allerdings ist eine anschließende Kompostierung dieser organischen Masse aus dem Hausmüll nicht zu machen", meint Georg Kosak, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises für die Nutzbarmachung von Siedlungsabfällen e. V. (ANS). Der hohe Schadstoffeintrag dieser organischen Fraktion verbiete eine Rückkehr in den Stoffkreislauf...

Unternehmen, Behörden + Verbände:
Autorenhinweis: Dierk Jensen, Martin Boeckh 



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: April 2006 (März 2006)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dierk Jensen
Martin Boeckh

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