Optimierter Einsatz von Additiven zur Rauchgasreinigung

Die gesetzlichen Vorgaben zum Immissionsschutz führten seit Mitte der 80er insbesondere für Verbrennungsanlagen zu einer teilweise drastischen Absenkung erlaubter Emmissionswerte für Umweltrelevante Abgaskomponenten. Im diesem Rahmen sind hier insbesondere die Ausführungsvorschriften TA-Luft, die 4., die 13. und die 17. BImSchV zu nennen.

Zur Umsetzung dieser Verordnungen gab und gibt es für Betreiber relevanter Anlagen zwei prinzipielle Wege, nämlich:

1. Den Investitions- und Betriebskostenintensiven Bau einer komplexen Abgasreinigung (wie z.B. eine mehrstufige Nasswäsche mit Eindampfung, Vorentstaubung, Wärmeverschiebung….), und

2. Die Betriebsmittel- und Reststoffkostenintensive Umstellung auf Spezialadditive.

Neben übergeordneten Aspekten, die die Verfahrensweise automatisch festlegen können, spielt häufig der Kenntnisstand und die Herkunft der zu Rate gezogenen Fachleute eine erhebliche Rolle bei der Entscheidungsfindung für ein System. So wird der Fachmann eines Anlagenbauers mit hoher Wahrscheinlichkeit Lösungsweg 1 präferieren, während der Fachmann eines Additivlieferanten fast zwangsläufig eine optimale Beschreibung für den Lösungsweg 2 unter Anwendung der von ihm zu Vertreibenden Produkte findet.

Selbst die Zuhilfenahme von unabhängigen Ingenieurbüros führte in der Regel wieder auf diesen Pfad, da die wenigsten über allround – Spezialisten der Verfahrenstechnik und der Additivchemie verfügen. Dieser Vortrag hat daher den Versuch zum Ziel, einen groben Überblick für einen Teilbereich der möglichen Verfahren und Additive zu geben, um den Betreiber einer Anlage bei steigendem Kostendruck und gleichzeitiger Erhöhung der Anforderungen zur Abgasreinigung mögliche Wege zur Optimierung aufzuzeigen.



Copyright: © Veranstaltergemeinschaft Bilitewski-Faulstich-Urban
Quelle: 7. Fachtagung Thermische Abfallbehandlung (März 2002)
Seiten: 17
Autor: Dr. Bernd Morun

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