Donnerstag, 02.09.2010
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Trend Rekommunalisierung hält an

Immer mehr öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger führen bislang an Dritte vergebene Logistikleistungen wieder selber durch. Jüngstes Beispiel ist der Landkreis Lüneburg.

Im Landkreis Lüneburg wird der Restmüll ab 2008 wieder durch die kommunale Gesellschaft für Abfallwirtschaft Lüneburg mbH selbst abgefahren. Diese hatte sich in einer europaweiten Ausschreibung gegen die inländische private Konkurrenz durchgesetzt. Gegenüber dem bestehenden Vertrag mit einem beauftragten Dritten wird eine Kostenersparnis von 20 % erreicht. Diese soll den Bürgern in Form einer Gebührensenkung zugute kommen.


Damit steht der Landkreis Lüneburg in einer mittlerweile langen Reihe von Entsorgungsträgern, die ebenfalls privatisierte Sammelleistungen zurückgeholt haben. Dazu gehören der Rhein-Sieg-Kreis, die Kreise Bergkamen, Unna, Uckermark, Aachen, Neckar-Odenwald, Rhein-Hunsrück und der  Muldentalkreis. Das alte Klischee von der der effektiven Privatwirtschaft und der Unwirtschaftlichkeit der öffentlichen Verwaltung haben diese Kreise widerlegt. Erstaunlich ist dabei, dass trotz der erzielten Kosteneinsparungen genug Spielraum für eine tarifkonforme Bezahlung vorhanden ist. Bei zahlreichen privaten Entsorgern ist dies leider keine Selbstverständlichkeit mehr.

Quelle: EUWID



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