Was für „ein ehrenwertes Haus!“ - Asbestsanierung einer Hamburger Kultstätte abgeschlossen

Es ist nicht das erste und mit Sicherheit nicht das letzte Haus in Deutschland, das mit einem enormen Material- und Personalaufwand von krebserzeugenden Asbestfasern befreit werden muss. Oft besteht nicht einmal akute Asbestgefahr, sondern nur die Sanierungsauflage im Rahmen einer Modernisierung. Wenn die Arbeiten dann begonnen haben, wartet auf Sanierer und Bauherren nicht selten eine unliebsame Überraschung. So auch in Hamburg.

Foto: M. Boeckh(04.05.2018) „Hamburg braucht eine Fabrik zur Erzeugung von Fremdenverkehr”, soll Herbert Weichmann, Hamburgs Erster Bürgermeister in den 1960er-Jahren gesagt haben. In der Tat suchte man in ganz Deutschland in dieser Zeit vergebens ein Kongresszentrum, das internationalen Maßstäben genügte. Die Entscheidung für den Bau eines Veranstaltungszentrums, das nicht nur Wissenschaftler, Politiker und Vertreter der Kunstszene an die Elbe bringen sollte, sondern vor allem zahlungskräftige Besucher für deren Veranstaltungen, war bald gefallen.
Auch mit der Namensgebung gab es keine größeren Probleme, denn die zunächst nahe naheliegende Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben von „Kongress Zentrum” verbot sich von selbst, zumal „Congress Centrum” dem gigantischen Projekt zumindest orthographisch einen internationaleren Anstrich verlieh. Am 14. April 1973 wurde das „CCH” nach drei Jahren Bauzeit als „Erste Kongressstätte Deutschlands” und größte Europas eingeweiht. Einzig die 140 Mio. D-Mark Baukosten waren für die damalige Zeit ein heiß diskutiertes Politikum. An schlummernde Folgekosten und drohende Gesundheitsgefahren dachte damals noch niemand – weder in Hamburg, noch in Berlin, noch in Völklingen, noch sonst wo in der Republik...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Kluge Sanierung GmbH, Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG
Autorenhinweis: M. Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 2 - Mai 2018 (Mai 2018)
Seiten: 7
Preis: € 5,00
Autor: Martin Boeckh

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