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Aktuelle Wege der Klärschlammentsorgung oder einfach: „Klärschlamm – weg vom Acker?“
Ziel der Reinigung von Abwasser ist es, die mitgeführten Schmutzstoffe in ökologisch verträgliche Reststoffe und in abscheidbare Stoffe umzuwandeln. Die dabei anfallenden Rückstände, die sich sowohl aus den Mikroorganismen der biologischen Reinigungsstufe als auch aus sedimentierten und adsorbierten organischen und anorganischen Inhaltsstoffen des Abwassers zusammensetzen, werden als Schlamm abgezogen. Durch nachfolgende Behandlungsschritte wird der Schlamm eingedickt und biologisch stabilisiert.
Überregionale Lösungskonzepte als Alternative zur landwirtschaftlichen Klärschlammentsorgung
Aus Gründen des vorbeugenden Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes setzt sich der Freistaat Bayern seit langem für ein Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung ein (Bernhard, 2006). Die Entwicklung der Entsorgung in Bayern, dargestellt in Abbildung 1, zeigt bereits jetzt den Trend zur Verbrennung des Klärschlammes. Im Vergleich dazu liegt im Bundesgebiet der Anteil der Klärschlammverbrennung etwas niedriger und bei der landwirtschaftlichen Entsorgung noch deutlich höher als in Bayern (DWA, 2003).
Grundwasser wird in situ gereinigt - Neuartiger Bioreaktor erfüllt die Erwartungen
Seit den späten 90er-Jahren werden passive Reinigungsverfahren angewendet, die eine Abkehr von der energieaufwändigen, konventionellen Grundwasserbehandlung durch Pump and Treat bedeuten. Auf dem Standort einer ehemaligen Teerfabrik, deren Grundwasser massiv mit Teeröl (BTEX und PAK) belastet ist, wird seit zweieinhalb Jahren ein neuartiger Bioreaktor in Verbindung mit einem Funnel-and-Gate-System erprobt.
Kurzumtriebsplantagen – Was können sie leisten?
Die Produktion von Biomasse auf landwirtschaftlicher Nutzfläche kann einen Beitrag leisten, um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Energiepflanzenanbau auf Ackerland erfolgt z.B. mit Raps, Mais oder Getreide bereits in nennenswertem Umfang. Das Anlegen von Kurzumtriebsplantagen auf Ackerland und die Holzproduktion auf diesen Flächen mit Pappeln, Weiden oder Robinien bieten eine Ergänzung zum üblichen Energiepflanzenbau.
Nutzung von Landschaftspflegmaterial in Biogasanlagen
Die Produktion und Nutzung von Biogas ist aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten (Wärme, Strom, Gasnetzeinspeisung, Kraftstoff) zur Vermeidung von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen und zur Sicherung der Ressourcen- und Energieversorgung von besonderem Interesse.
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Bild: Oberbürgermeisterin der Stadt Marktredwitz
Dr. Birgit Seelbinder
 Praktische Hilfe im Arbeitsalltag für Bohr- und Brunnenbautechnik, Wasseraufbereitung sowie Kanal- und Rohrleitungsbau kommt mit der bbr aus dem Hause WVGW, Bonn
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