Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

MBA – Ein Auslaufmodell mit Zukunft
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2015)
Die Einhaltung von Klima- und Ressourcenschutzzielen spielt eine bedeutende Rolle in der Kreislauf- bzw. Abfallwirtschaft. Diese leistet durch das Recycling und die sonstige Verwertung (stoffliche wie energetische) von Abfällen weiterhin einen wesentlichen Beitrag dazu. In Europa führt die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie in den Mitgliedsstaaten der EU zu Veränderungen des Abfallaufkommens hinsichtlich Menge, Qualität und Verbleib. In Deutschland wäre dies z. B. bei konsequenter Einführung der flächendeckenden Erfassung von Bioabfällen, die seit dem 1. Januar 2015 erfolgen sollte, der Fall. Vergleichbares ergibt sich aus nachgesetzlichen Regelwerken, wie aktuell im Rahmen der Novelle der Gewerbeabfallverordnung diskutiert wird.

Energieeffizienzsteigerung der Abluftreinigung bei MBA-Anlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2015)
In einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) wird Hausmüll zu einem stabilisierten Deponat aufbereitet. Zunächst durchläuft der Abfall eine mechanische Stufe, in der Wert- und Störstoffe ausgetragen werden, daran angeschlossen ist eine biologische Stufe.

Biomassebrennstoff aus Hausmüll – Ergebnisse des EU-LIFE+ Vorhabens MARSS
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2015)
Bereits die ersten Diskussionen um die TASi in den frühen 1990er Jahren waren begleitet von der Frage nach einer „kalten“ Alternative zur thermischen Vorbehandlung von Siedlungsabfällen vor der endgültigen Ablagerung. In der Folge entstand aus der Hausmüll- und Klärschlammkompostierung der frühen 1970er Jahre die mechanisch biologische Abfallbehandlungstechnologie (MBA). Auch wenn diese unter den veränderten abfallwirtschaftlichen Bedingungen der Bundesrepublik Deutschland inzwischen nur noch begrenzte Perspektiven hat, ist sie für viele europäische Länder die Vorzugstechnologie, um die Anforderungen der EU Deponie-Richtlinie zu erfüllen.

Mehrfacher Einsatz: Lippeverband erprobt Aktivkohle-Stufe auf Kläranlage Dülmen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2014)
Der Lippeverband erweitert seine Kläranlage in Dülmen um eine Aktivkohle-Stufe zum Abbau von Spurenstoffen aus dem Abwasser. Durch den Einsatz von Pulveraktivkohle können Medikamentenreste und Hormone in der Kläranlage zurückgehalten werden. Die Dülmener Anlage ist die einzige mit Aktivkohle-Stufe ausgerüstete Kläranlage im gesamten Lippeverbandsgebiet.

Umstellung der MBA Gescher auf die kombinierte Restmüll- und Bioabfallbehandlung unter dem Regime der 4. BImSchV
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Die Entsorgungs-Gesellschaft Westmünsterland mbH hat die im Jahr 2000 in Betrieb genommene mechanisch-biologische Restmüllbehandlungsanlage in zwei Stufen auf die Behandlung von Bioabfällen umgestellt. Der Umnutzungsprozess wurde durch das ehemalige und noch vorhandene Abluftbehandlungssystem der Alt-MBA (Biofilter) begünstigt. Zukünftig wird die MBA weiterhin zur mechanischen Aufbereitung von Restmüll genutzt. Im Vordergrund wird die Behandlung von Bioabfällen unter dem Regime der 4. BImSchV stehen; im Verbund mit dem Kompostwerk und der Vergärungsanlage am Standort Gescher. Die RTO wird außer Betrieb genommen.

Ausweitung der Wertstofferfassung und demographischer Wandel – Auswirkungen, Konsequenzen und Lösungsansätze für die mechanisch-biologische Abfallbehandlung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
In Deutschland werden derzeit 44 Anlagen mit MBA-Technologie betrieben. Die Anlagen weisen hinsichtlich Anlagenkapazität, technischer Ausstattung und konzeptioneller Ausrichtung eine große Vielfalt auf. Alle Anlagen verfolgen das Ziel, Abfälle aufzubereiten und aufzutrennen, um die daraus erzeugten Stoffströme dem Recycling oder der Verwertung zuführen zu können. Die Anlagen werden in einem Spannungsfeld mit sich ständig ändernden abfallrechtlichen und -wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrieben. Daneben stellen die Auswirkungen des demografischen Wandels hohe Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und die Betriebsführung der Anlagen. Aufgrund der Flexibilität der MBA-Technologie können Anlagenbetreiber auf sich ändernde Rahmenbedingungen vergleichsweise gut reagieren.

Kombinierte Restabfall- und Bioabfallverwertung mit integrierter Vergärung in der MBA Lübeck
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Die Entsorgungsbetriebe Lübeck betreiben im Abfallwirtschaftszentrum Lübeck eine MBA im System der Nassvergärung als integralem Bestandteil. Zur weiteren Auslastung der Anlage werden seit 2010 Bioabfälle parallel behandelt. Durch den 2-linigen Aufbau der Anlage waren dafür nur wenige Umbauten erforderlich. Im Betrieb mit Bioabfällen konnten hohe Verfügbarkeiten erreicht und zertifizierte Kompostqualitäten hergestellt werden. Der sehr geringe Störstoffanteil im Kompost sichert einen guten Absatz des Produktes. Der Gasertrag aus den Bioabfällen soll durch einen besseren Materialaufschluss deutlich erhöht werden. Aufgrund der guten Ergebnisse werden weitere Kapazitäten für die Behandlung von Bioabfall in der MBA Lübeck geschaffen.

Einheitliche Mindestanforderungen
© Rhombos Verlag (4/2014)
Für die Überarbeitung der Besten verfügbaren Techniken (BVT) für mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlagen hat das Umweltbundesamt im Arbeitsgruppenprozess konkrete Vorschläge entwickelt

Marktpotenziale und Stoffkreislaufschließung durch Sekundärschwefel aus der Biogasaufbereitung
© DGAW - Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (3/2014)
Bis in die 1970’er Jahre wurde Schwefel hauptsächlich in Schwefelminen gefördert, wobei heutzutage der größte Teil des Schwefels durch Regenerierung wiedergewonnen wird. Dieser Anteil ist insbesondere in den letzten Jahrzehnten gestiegen, da die Grenzwerte für Schwefeloxidemissionen gesunken sind und daher mehr Schwefel aus dem Abgasstrom abgeschieden wird.

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