Aluminium-Inkrustation in einem Trinkwasserbrunnen in Norddeutschland
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (9/2016)
Fällungserscheinungen, verursacht durch altersbedingte Bauwerksmängel: In von Bodenversauerung betroffenen Böden kann Aluminium mobilisiert und zu Brunnen transportiert werden. Im hier dargestellten Fall führten mangelnde Ringraumabdichtungen und schadhafte Rohrverbindungen zu einem hydraulischen Kurzschluss mit neutralem Grundwasser und damit sowohl zu Ausfällungsreaktionen im Förderbrunnen als auch zur Schädigung der Unterwassermotorpumpe. Angesichts der geringen Kristallitgröße und der niedrigen Schichtdicken könnten solche Ablagerungen bereits bei Anwesenheit einer nur geringfügigen Verockerung sowohl in der Kamerabefahrung als auch in der Mineralanalytik leicht übersehen werden. In von Bodenversauerung betroffenen Grundwassergewinnungsgebieten, wie sie in Norddeutschland häufiger auftreten, könnten Aluminium-Inkrustationen daher häufiger vorkommen als bisher bekannt.

Voraussetzungen für einen optimalen Brunnenbetrieb
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Die Grundlagen für einen optimalen Brunnenbetrieb werden schon beim Bau gelegt. Ein fachkundiger Auftraggeber wird eine lückenlose Dokumentation fordern und ein kompetenter Brunnenbauer wird diese auch vorlegen können. Die Basis liefert die DIN 4943, in der alle sinnvollen und notwendigen Maßnahmen aufgeführt sind. Orientiert sich dann noch die Fördermenge am optimalen Betriebspunkt des Brunnens, können alle Maßnahmen im Laufe der folgenden Betriebsjahre auf Basis fundierter Grundlagen durchgeführt werden.

Einfluss von Standortfaktoren auf die Brunnenalterung: - Klassifizierung der Berliner Trinkwasserbrunnen und Quantifizierung ihres Alterungspotenzials
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Ein wesentlicher Grund für die Alterung der Brunnen der Berliner Wasserbetriebe ist die Verockerung der Brunnenfilter und Ringräume und der damit einhergehende Ergiebigkeitsrückgang. Neben den Betriebsbedingungen sind hierbei insbesondere die hydrogeologischen Standortfaktoren von Bedeutung. In verschiedenen Forschungsprojekten wurden mögliche Einflussfaktoren der Brunnenalterung priorisiert und ein qualitatives Klassifizierungssystem für das Alterungspotenzial vorgeschlagen. Um auch quantitativ bewerten zu können, wie stark sich die möglichen Einflussfaktoren tatsächlich auf die spezifische Brunnenergiebigkeit auswirken, wurde eine aufbauende Studie in Auftrag gegeben. Mit den Ergebnissen befasst sich der folgende Beitrag.

Neue Möglichkeiten im Wasser-Energie-Nexus für energieorientierte Pumpen- und Behälterbewirtschaftung
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Der Ausbau von regenerativen Energiequellen geht Jahr für Jahr stetig voran. Durch ein gesteigertes Interesse auch bei Wasserversorgungsunternehmen am Umgang mit Energieverbrauch, -kosten und -einsatz können im Bereich der Behälter- und Pumpenbewirtschaftung neue Wege gegangen werden. Im Oktober 2015 wurde am DVGW-Technologiezentrum Wasser ein von der EU gefördertes Projekt zur computergestützten Auswahl von Pumpen erfolgreich beendet (WatERP). Das Ziel war, eine halbautomatisierte Auswahl an notwendigen Förderpumpen für den kommenden Tag vorzuschlagen und unter Überwachung der Leitwarte anhand von hydraulischen und betrieblichen Randbedingungen zu verifizieren. Die Grundlage für die Auswahl der Pumpen bildet ein Verfahren zur Vorhersage des Wasserverbrauchs. Im Ergebnis steht eine webbasierte Planungssoftware, welche derzeitig beim Projektpartner Stadtwerke Karlsruhe getestet wird.

Antiscalantfreier Betrieb der Umkehrosmose
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Im Rahmen eines F&E-Projektes gelang es, Umkehrosmoseanlagen für die Enthärtung von Trinkwasser ohne Zusatzstoffe zu betreiben. Dafür waren Mehraufwendungen an Rohwasser und Energie erforderlich.

Asset Management in der Wasserversorgungspraxis aus ökonomischer Perspektive
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Der Begriff Asset Management hat in der Versorgungswirtschaft und damit insbesondere in der Trinkwasserversorgungsbranche verstärkt Einzug gehalten sowie in jüngster Vergangenheit erheblich an Bedeutung gewonnen. Kernfunktion des Asset Managements ist, eine adäquate Balance zwischen Kosten, Chancen und Risiken unter Wahrung des gewünschten Servicelevels der Anlagen zu finden, um so die Unternehmensziele zu erreichen.

Asset Management in der Wasserversorgung: Tun Sie, was Sie müssen, und lassen Sie, was Sie können?
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Ausgelöst durch einen zunehmenden Transparenzanspruch an Investitionsentscheidungen hat sich die deutsche Wasserwirtschaft in den vergangenen Jahren verstärkt mit der Professionalisierung des Asset Managements beschäftigt.

Grabenlose Sanierung einer Trinkwasserleitung DN 300 im Compact-Pipe-Verfahren
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Im Norden des Verbandsgebietes des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands (MAWV) sichert eine Hauptwasserleitung DN 300 die Trinkwasserversorgung. In den letzten Jahren stieg jedoch die Anzahl von Leckagen im Trassenabschnitt, insbesondere zwischen den Ortslagen Klein- und Großziethen, sodass eine Sanierung notwendig wurde. Aufgrund einer stark befahrenen Landesstraße, des Bewuchses der Trasse mit einer Baumallee sowie wegen eines unmittelbar an die Trasse grenzenden Rad- und Gehwegs fiel die Wahl der Planer dabei auf ein Close-Fit-Verfahren, das im Verbandsgebiet des MAWV erstmalig für die Sanierung einer Trinkwasserleitung zum Einsatz kam.

Wasserverlustmonitoring 4.0 – softwaregestützte Leckerkennung
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Mit der Anpassung des Ansatzes von „Industrie 4.0“ auf die Methodik „Wasserverlustmonitoring 4.0“ sind die Zusammenführung aller vorhandenen Informationsquellen in einem Versorgungssystem sowie die permanente Auswertung und zeitnahe Verfügbarkeit der Bewertung gemeint. Anhand des Fallbeispiels der Stadtwerke Fellbach wird die Vernetzung der einzelnen Informationsquellen, wie die permanenten Zustandsdaten (Durchflussdaten) und die Daten zum Versorgungsnetz (hydraulisches Rechennetzmodell), aufgezeigt. Entsprechend der „4.0“-Methodik erfolgt die Integration der Information und die Anwendung von Cloud-Technologie zur zeitnahen Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.

Einfluss von gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC) auf die Aufbereitung von Talsperrenwässern
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Seit ca. 20 Jahren steigt die Konzentration des gelösten organischen Kohlenstoffes (DOC) in Gewässern Nordeuropas und Nordamerikas. In Deutschland sind insbesondere Trinkwassertalsperren in den Mittelgebirgen betroffen. Ziel des vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UfZ) koordinierten BMBF-Verbundforschungsvorhabens „Belastung von Trinkwassertalsperren durch gelösten organischen Kohlenstoff: Prognose, Vorsorge, Handlungsempfehlungen (TALKO)“ war es, die Prozesse bei der Mobilisierung und beim Abbau des DOC in den Einzugsgebieten von Trinkwassertalsperren zu identifizieren und Empfehlungen für eine integrative Bewirtschaftung unter Einbeziehung des DOC zu erarbeiten. Im Rahmen des Vorhabens wurde durch das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser das Teilprojekt „Einfluss des DOC auf die Aufbereitung von Talsperrenwässern“ bearbeitet. Ziel war es, methodische Grundlagen zu entwickeln, um die Leistungsgrenzen der Flockungs- und Flockenfiltration bei steigenden DOC-Konzentrationen zu ermitteln. Außerdem sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten die Ultrafiltration bei hohen DOC-Konzentrationen bietet.

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