Der Fischlift am Gadmerwasser im Berner Oberland, Schweiz
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Im Jahr 2013 wurde durch die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) beim Ausgleichsbecken Fuhren ein Fischlift in Betrieb genommen. Vorangegangen war eine intensive Planungsphase mit einem Variantenstudium zur freien Fischwanderung in diesem Abschnitt des Gadmerwassers. Dabei zeigte sich, dass der Bau eines Fischliftes sowohl fischökologisch als auch ökonomisch die beste Lösung für diesen Standort darstellt. Eine große Herausforderung bestand darin, eine funktionsfähige Fischauf- und -abstiegsanlage für die Bachforelle als Zielart trotz 2 m Wasserspiegelschwankungen im Oberwasser und einem definierten Restwasserregime im Unterwasser zu realisieren. Ein kamerabasiertes Langzeitmonitoring bestätigt die flussaufwärtsgerichtete Funktionsfähigkeit.

Nachhaltige Wasserversorgung in der indischen Megastadt Hyderabad – Aktuelle Probleme und Lösungsansätze für die Zukunft
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Megaurbanisierung führt besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erheblichen Herausforderungen. Vor allem sind die Städte in diesen Ländern durch starke Umweltverschmutzung und hohen Ressourcenverbrauch gekennzeichnet. Besonders die Etablierung eines adäquaten Wassermanagementkonzepts wird durch das schnelle Wachstum der Städte und den kontinuierlich steigenden Bedarf an Wasser stark erschwert. In vielen Megastädten weltweit ist eine andauernde Wasserknappheit bereits jetzt die Folge dieses Urbanisierungsprozesses. Im Folgenden wird das Verbesserungspotenzial der Wassernutzung und dessen Managements in der indischen Megastadt Hyderabad analysiert.

Rückgewinnung von Filtersanden durch Trennung von Aktivkohle-Sand-Gemischen aus der Langsamsandfiltration
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Mit der Errichtung einer Sandwäsche in der Wassergewinnung Westhofen ist eine verfahrenstechnisch wirkungsvolle Trennung von Aktivkohle-Sand-Gemischen ermöglicht worden. Die Durchführung routinemäßiger Qualitätskontrollen des gewaschenen Sandes sichert die Wiederverwendung des Materials in der Langsamsandfiltration. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der neuen, in Teilen innovativen Technik wurden im Rahmen eines Sanierungsprogramms die bei WWW bestehenden Sandwäschen älterer Bauart auf die neue Technik umgerüstet.

Ultrafiltration zur Behandlung kalkhaltiger Wässer
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Schlammhaltige Wässer aus der Spülung der konventionellen Filter einer Schnellentcarbonisierungsanlage enthalten einen hohen Anteil an Feintrübung, die den Absetzvorgang behindert und die Versickerung des Klarwassers erschwert. Durch Behandlung des Klarwassers über Ultrafiltration kann ein partikelfreies Filtrat erzeugt werden, das für die Versickerung bestens geeignet ist.

Hochreines Calciumcarbonat als Nebenprodukt in der Trinkwasseraufbereitung - Beispiel einer Erfolgsgeschichte
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Im Jahr 1989 wurde bei der Landeswasserversorgung mit der zentralen Enthärtung von Grundwasser begonnen. Als Enthärtungsverfahren wurde ein Fällungsverfahren gewählt, bei dem hochreines Calciumcarbonat produziert wird. Die hochreine Suspension konnte über viele Jahre in der Papierindustrie als Füllstoff und als Streichpigment eingesetzt werden. Wiederkehrende Absatzschwierigkeiten führten im Jahr 2010 dazu, die Umstellung auf das sogenannte Schnellentcarbonisierungs(SEC)verfahren zu beschließen, das hinsichtlich der Einsatz- und Vermarktungsmöglichkeiten des produzierten Calciumcarbonats deutliche Vorteile bietet. Noch im Jahr 2016 soll die Umstellung auf das neue Verfahren abgeschlossen werden.

Runderneuerung des Wasserwerkes Süderelbmarsch – Teil 2: Verfahrensumstellung der Spülwasserbehandlung
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HAMBURG WASSER saniert das 1956 erbaute Wasserwerk Süderelbmarsch umfassend und passt es verfahrenstechnisch an den Stand der Technik an (siehe auch „DVGW energie | wasser-praxis“ 7-8/2014). Neben der Trinkwasseraufbereitung wird auch die bisherige klassische Behandlung des Filterspülwassers über Schwerkraftabscheidung des Eisen- und Manganschlamms verändert. Durch die Kapazitätserhöhung des Werks fällt zukünftig deutlich mehr Spülwasser an, das nicht mehr innerhalb der vorhandenen drei Absetzbecken bis zum geforderten Einleitgrenzwert von ≤ 1 mg/l Eisenges. aufbereitet werden kann. Deshalb wird derzeit eine neue Anlage zur kontinuierlichen Behandlung des Spülwassers installiert.

Fernwasserleitungen des Osmanischen Hauptarchitekten Sinan
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Drei bedeutende Fernwasserleitungen des 16. Jahrhunderts im Osmanischen Reich mit je rund 50 km Gesamtlänge sind Werk des Ingenieurs und Hauptarchitekten Sinan. Die Taşlımüsellim-Leitung nach Edirne ist noch größtenteils in Betrieb. Die Süleymaniye-Leitung nach İstanbul war bis in die 1920er-Jahre in Betrieb. Die Kırkçeşme-Leitung nach İstanbul mit den prächtigen Aquädukten Eğri, Uzun, Mağlova, Güzelce ist noch größtenteils im Betrieb.

Experimentelle Untersuchung von Murgängen und Mursperren
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Der vorliegende Beitrag dokumentiert eine Untersuchung von Murgängen im physikalischen Modell. Jenes besteht aus einer 1,3 m breiten, um 35 % geneigten Rechteckrinne mit rauem Boden und einer großen horizontalen Auslaufplatte. Das Muren-Material speichert ein stirnseitig verschließbarer, wasserdichter Staubehälter am oberen Rinnenende. Im Endbereich der Rinne wurden verschiedene Vorrichtungen zum Rückhalt sowie zur Ablenkung des Murgangs fixiert und untersucht. Spezifische und grundlegende Resultate dazu werden vorgestellt und analysiert.

Bestimmung des Wasseraufnahmevermögens von langjährig betriebenen Schluckbrunnen im Grundwasserwerk Hardhof, Zürich
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Schluck- oder Infiltrationsbrunnen mit vertikalen oder horizontalen Filterstrecken werden in der Wasserwirtschaft zur punktuellen Grundwasseranreicherung verwendet. Sie tauchen mit ihrer Filterstrecke in das Grundwasser ein, sodass die Wasserzugabe direkt in den Grundwasserraum erfolgt. In Brunnengalerien können punktuelle Versickerungsanlagen auch als Linienanreicherung fungieren. Schluckbrunnen werden im Grundwasserwerk Hardhof für die Anreicherung des Grundwassers und zur Abwehr von unerwünschten Grundwasserzuflüssen aus den östlich und südlich gelegenen Stadtteilen Zürichs betrieben. Die Brunnen wurden erstmals seit einer Betriebszeit von mehr als 15 Jahren untersucht, um im Rahmen des Brunnenmanagements die spezifische Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Ein weiteres Ziel der Untersuchung war die Bestimmung der räumlichen Lage der Abstromzonen aus den Filterstrecken der Schluckbrunnen in Relation zu den Entnahmehorizonten der Horizontalfilterbrunnen, die am Standort Hardhof zur Trinkwasserentnahme dienen.

Praxiserfahrung beim Bau der Grundwasseranreicherungsanlage Lorscher Wald
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Mit der Grundwasseranreicherung erfolgt eine zweck- und zielgerichtete Erhöhung des langfristig nutzbaren Grundwasserdargebots zur Sicherstellung der öffentlichen Trink- und Brauchwasserversorgung in der Metropolregion Rhein-Main. Der Einsatz von Grundwasseranreicherungsanlagen ist neben ihrem nachweislichen ökologischen Nutzen sehr kostenintensiv. Von besonderer Bedeutung ist daher, dass die bisher aus dem Anlagenbetrieb gewonnenen Erkenntnisse unmittelbar in den Bau neuer Grundwasseranreicherungsanlagen einfließen. Behördliche Vorgaben und intensive Landnutzung erschweren die Umsetzung des Vorhabens.

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