Entwicklung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur in Polen im Zeitraum der Zusammenarbeit mit der EU
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Das Ziel des vorliegenden Artikels ist die Darstellung der Änderungen in der Wasser-und Abfallwirtschaft in ganz Polen nach 1989 einschließlich einer Unterteilung in ländliche und städtische Gebiete. Zudem wird auf die Umsetzungskosten und die ökologischen Ergebnisse eingegangen.

Brunnensanierung mit Hindernissen – ein Beispiel im Weserbergland
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Die Auswertung von Rohwasseranalysen eines Brunnens, der in Muschelkalkablagerungen des ostwestfälischen Weserberglands ausgebaut ist, zeigte starke Unregelmäßigkeiten. Geophysikalische Messungen bestätigten den Verdacht, dass beim Brunnenbau vor etwa 40 Jahren ein Quellbereich mit einem tieferen Grundwasserleiter verbunden worden war. Der Betreiber entschloss sich in der Folge zur Sanierung des mit OBO-Rohren ausgebauten Brunnens. Diese erwies sich aufgrund der geotechnischen Bedingungen als äußerst kompliziert. Um die Sicherheit der Baustelle zu gewährleisten, waren mitunter unkonventionelle Maßnahmen notwendig, die letztlich zum Erfolg führten: Die Leistungsfähigkeit des Brunnens konnte nachhaltig wiederhergestellt werden. Anhand dieses Fallbeispiels soll im nachfolgenden Fachbeitrag die Notwendigkeit einer gleichermaßen zielorientierten wie flexiblen Zusammenarbeit von Bauherrn, Planer und Bohrunternehmen bei Sanierungsmaßnahmen im Brunnenbau erläutert werden.

Biokorrosion an Rohrsystemen und Bauwerken
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Korrosion an Rohrsystemen und Bauwerken nimmt Einfluss auf technische und wirtschaftliche Faktoren eines jeden Betriebs. Unentdeckte bzw. in ihrer Ursache falsch interpretierte Korrosionsvorgänge können Schäden verursachen, die mitunter auch rechtliche Folgen nach sich ziehen, z. B. wenn in Folge Menschen oder die Umwelt betroffen sind. Während Korrosion und die Möglichkeit des Schutzes in Fachkreisen viel diskutierte Themen darstellen, ist das Problem der Biokorrosion relativ unbekannt. Die Autoren untersuchen Schäden in diesem Bereich und entwickeln Methoden, um Biokorrosion und deren Schadenspotenziale bereits in der Planungsphase zu prognostizieren und daraus Strategien zu entwickeln. Es gilt, zutreffende Schutzmethoden zu wählen, um höchste Zuverlässigkeit, Nutzungsdauer und damit Wirtschaftlichkeit für Rohrsysteme und Bauwerke zu erreichen.

Berücksichtigung von Straßenbahngleisen bei der operativen Bewertung von Wassernetzen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2016)
Leitungsabschnitte, die sich in unmittelbarer Nähe von Straßenbahngleisen befinden, werden durch diese auf zweierlei Weise beeinflusst: Zum einen sind planbare, aber noch mehr nicht-planbare Instandsetzungsmaßnahmen (Reparaturen) mit deutlichen Mehrkosten behaftet. Bei einer Optimierung der Kosten über den Lebenszyklus der Anlagen (LCO) hat dies zur Folge, dass der Zeitpunkt, an dem eine Erneuerung sinnvoller ist als wiederholte Reparaturen, früher eintritt. Optimale Nutzungszeiten werden somit kürzer. Zum anderen kann bei metallischen Leitungen ein erheblicher Materialabtrag durch Streuströme auftreten. Der folgende Artikel zeigt die Ergebnisse einer von der Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH (swa) durchgeführten Untersuchung zu den Auswirkungen auf das Wassernetz innerhalb der Instandhaltungsstrategie.

Die Wechselstromkorrosionsgeschwindigkeit: Relevante Einflussgrößen sowie deren Bedeutung für die Dauerhaftigkeit von kathodisch geschützten Rohrleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (4/2016)
Mithilfe von Modellrechnungen konnten die bei Wechselstromkorrosion ablaufenden Prozesse dargestellt werden. Dabei zeigte sich, dass die Korrosionsangriffstiefe einen wesentlichen Einfluss auf die Korrosionsgeschwindigkeit hat. Aufgrund dieser Betrachtungen muss geschlossen werden, dass die Wechselstromkorrosion zunächst mit Geschwindigkeiten von mehr als 1 mm/Jahr erfolgt und mit zunehmendem Abtrag schließlich zum Stillstand kommt. Die relevanten Einflussgrößen werden diskutiert und ein neuer Ansatz für die Bewertung der Korrosionsgefährdung wird vorgestellt.

Magnetisch dotierte Füllbinder® zur Abdichtung im Brunnenbau – Ergebnisse von Versuchen
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Die Abdichtung von Brunnenringräumen ist ein Bauelement im Brunnenbau, dem große Bedeutung für die langfristige Sicherung der Rohwasserbeschaffenheit zukommt. Auf dem Markt sind verschiedene Baustoffe erhältlich, die im Ringraum unterschiedliche Eigenschaften und Nachweismöglichkeiten aufweisen. Für einen verbesserten Nachweis der Position und Integrität einer Ringraumsperre wurde in einem Testbrunnen im Bau-ABC Rostrup ein magnetisch dotierter Verfüllbaustoff getestet, der inzwischen auch bei Erdwärmesonden zum Einsatz kommt.

Integrale Sanierungs-Strategie für Abwasser-Pumpwerke
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Anlässlich einer Bestandsaufnahme der elektrischen Anlagen und der Fernwirktechnik an den Pumpstationen der Ammerseewerke gKU, die für die Ring- und Ortskanäle des Ammersee-Westufers sowie für die dazugehörige Kläranlage zuständig sind, entschieden die Verantwortlichen, dass auch in anderen Bereichen der Pumpwerke eine systematische Überprüfung stattfinden sollte. Dabei galt es, Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen sowie deren Art und Umfang einzuschätzen und zu priorisieren. Die mit dieser Aufgabe betraute Ingenieurgesellschaft entwickelte zu diesem Zweck in Anlehnung an das DWA-Merkblatt M 149-3 die Integrale Sanierungs-Strategie (ISS), die zusätzliche Bewertungskriterien wie Energieverbrauch sowie die Maschinen- und Betriebstechnik mit einschließt und eine ganzheitliche, objektive Bewertung aller Abwasser-Pumpwerke ermöglicht.

Flutung – grabenlose Sanierung von Rohrleitungen durch außenliegende Silikatpackungen
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Fachleute schätzen, dass zwischen 60 und 80 % der Grundstücksentwässerungsanlagen in Deutschland undicht sind. Das erzeugt nicht nur Probleme hinsichtlich der Grundwasserhygiene und der Ökologie, sondern treibt durch die Fremdwasserproblematik auch die Kläranlagen an ihre Grenzen. Was aber tun mit kleinen verzweigten Netzen, die nicht selten unter Bodenplatten von Häusern oder unter Verkehrsflächen liegen? Vielleicht eine Lösung: Flutung. Aufgezeigt werden die Chancen und Grenzen des Verfahrens.

Fernwasserleitungen des Osmanischen Hauptarchitekten Sinan
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Drei bedeutende Fernwasserleitungen des 16. Jahrhunderts im Osmanischen Reich mit je rund 50 km Gesamtlänge sind Werk des Ingenieurs und Hauptarchitekten Sinan. Die Taşlımüsellim-Leitung nach Edirne ist noch größtenteils in Betrieb. Die Süleymaniye-Leitung nach İstanbul war bis in die 1920er-Jahre in Betrieb. Die Kırkçeşme-Leitung nach İstanbul mit den prächtigen Aquädukten Eğri, Uzun, Mağlova, Güzelce ist noch größtenteils im Betrieb.

Einsatz von Fixierblöcken zur Lagesicherung von Rohren und Anschlüssen beim Close-Fit-Lining
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2016)
Close-Fit-Verfahren werden seit Jahren erfolgreich zur Rehabilitation von Gas- und Wasserrohrleitungen bzw. zur Renovierung von Abwasserleitungen und -kanälen eingesetzt. Die Close-Fit-Technik besteht im Wesentlichen darin, thermoplastische Kunststoffrohre aus Polyethylen durch Reduktion oder Verformung im Querschnitt zu reduzieren, um sie anschließend in das schadhafte Altrohr einzuziehen. Dabei wird der werkstoffeigene „Memory-Effekt“ von Polyethylen genutzt, um die Rohre nach dem Einzug wieder in ihre ursprüngliche kreisrunde Form rückzuformen.

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